Deutsche Meisterschaft Dameneishockey Garmisch 30./31. März 2002

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    [Übersicht 2001/2002] [Zeitplan in Garmisch] [Durchführungsbestimmungen]

    Herzlichen Glückwunsch zur Deutschen Meisterschaft
    an den
    TV Kornwestheim

      Lady-Kodiaks verteidigen Titel

      Bericht von Martin Kreis / Kornwestheim

      Sandra Kürten avisiert zum Matchwinner

      (mak) Die Damen des TV Kornwestheim holten sich zum zweiten Mal in Folge den Titel des Deutschen Meisters. Im Finale konnten sich die Spielerinnen um Trainer Petern Kürten erst in der Verlängerung gegen den Vertreter vom SC Riessersee mit 2:1 (1:0, 0:0, 0:1, 1:0) durchsetzten.

      Für beide Mannschaften standen am Samstag erst einmal die Halbfinals auf dem Programm. Die Ladys trafen hier auf den unbequemen Gegner vom ESC Planegg-Würmtal. In einem schwachen Spiel setzte sich der TVK am Ende doch deutlich mit 5:1 (1:0, 3:1, 1:0) durch. Der TVK begann die Partie optimal. Stephanie Frühwirt traf in der 3.Spielminute aus spitzem Winkel zum 1:0. Anstatt weiter Druck zu machen, agierte nun der ESC und brachte die Verteidigung von Kornwestheim des öfteren in arge Bedrängnis, doch Stephanie Wartosch-Kürten macht sämtliche Chancen souverän zu Nichte. Die Vorentscheidung fiel bereits in den ersten Sekunden des Mitteldrittels. 

      Nach 10 Sekunden versenkte Frühwirt den Puck hinter Viona Harrer und 30 Sekunden später war Sabine Rückauer zum 3:0 erfolgreich. In der 27.Spielminute erzielte Monika Pink den Anschlusstreffer. Jetzt mache der TVK weiter Druck und 2 Minuten später war der alte Abstand durch Rückauer wieder hergestellt. Der ESC hatte dem amtierenden Deutschen Meister nun nichts mehr entgegen zu setzten und die Partie flachte zusehends ab. Die Lady-Kodiaks taten nur noch das Nötigste um das Ergebnis zu halten. Sandra Kürten setzte mit einem guten Einzelleitung in der 45.Minute den Schlusspunkt zum 5:1. "Ich kann mit der Leistung meiner Mannschaft nicht zufrieden sein und bin enttäuscht", sagte Peter Kürten nach dem Spiel. Im zweiten Halbfinalspiel setzte sich der SC Riessersee nach großartigem Kampf mit 6:3 (2:0, 1:3, 3:0) durch. Dadurch war klar, dass der TV Kornwestheim Deutscher Meister ist da, wie schon berichtet, der SC Riessersee außer Konkurrenz die Saison bestritten hat. 

      Am Sonntag trafen dann zuerst der ESC Planegg und OSC Berlin aufeinander um, so kurios es klingt, den Vizemeister auszuspielen. In einer Partie ohne Tempo und nennenswerte Höhepunkte war der OSC Berlin mit 3:5 (0:0, 2:3,1:2) erfolgreich. Was den Zuschauern dann im Finale geboten wurde, entschädigte für alles bis dahin gesehene. Tempo, Kampf und Spannung. Es wurde alles gezeigt, was ein gutes Eishockeyspiel ausmacht. "Wir wollen die Deutsche Meisterschaft auch auf dem Eis gewinnen und nicht auf dem Papier", sagte Peter Kürten vor dem Spiel. Die ersten Spielminuten gestalteten beide Mannschaften offensiv in der sich die Lady-Kodiaks leicht Vorteile erkämpften.

      Besonders Kathrin Lehmann setzte sich immer wieder in Szene. Doch die Schweizerin konnte Ihre zahlreichen Chancen nicht verwerten. Beim SC Riessersee zeigte wieder einmal Michaela Lanzl in Topform. Die Nationalspielerin war kaum von der Scheibe zu trennen und wirbelte die TV Verteidigung kräftig durcheinander. Ihre größte Chance hatten die Moskitos in der 8.Minute doch auch Steffi Wartosch-Kürten zeigte, dass Sie Deutschlands Torfrau Nr.1 ist und die Situationen souverän meisterte. In der 13.Minute war es dann endlich soweit. Auf Vorarbeit von Jeanette Jung und Steffi Frühwirt konnte Sandra Kürten Jenny Harß im SCR Gehäuse überwinden. Lehmann wollte es Ihrer Mitspielerin gleichtun, traf aber eine Minute später nur den Pfosten. Die Moskitos blieben weiter mit Konter gefährlich, agierten aber vor dem Tor stellenweise zu umständlich. Eine Sekunde vor Drittelende versuchte Christiana Oswald noch mit einem Schlagschuss den Ausgleich zu erzielen und verfehlte nur knapp. Den Mittelabschnitt begannen die Lady-Kodiaks weiter druckvoll, doch unnötige Scheibenverluste erhöhten die Möglichkeiten für den SCR. Die Partie wurde nun ruppiger und die Nicklichkeiten häuften sich, doch keine Mannschaft konnte aus den daraus resultierenden Überzahlsituationen Kapital schlagen.

      Das Spielgeschehen verlagerte sich nun häufiger in das Drittel des Deutschen Meisters. Michaela Lanzl kann sich immer wieder durch die Abwehrreihen der Lady-Kodiaks durchtanken und dem SCR Möglichkeiten zur Resultatsverbesserung herausspielen. Doch Steffi zeigte sich in Topform und brachte die Moskitos beinahe zur Verzweiflung. Im Schlussdrittel wurde die Überlegenheit der Moskitos deutlicher. Die Spielerinnen um Johann Oswald wirken frischer und drückten weiter aufs Tempo, so dass sich die Kürten Schützlinge mehr in der Defensive befanden und kaum noch Torchancen für den TVK herauskamen. Andrea Lanzl schafft dann das, womit kaum ein Zuschauer noch gerechnet hatte. Sie nutzte ein Gerangel im Torraum, um 30 Sekunden vor Spielende ein Zuspiel von Sandra Rumswinkel zum verdienten Ausgleich zu verwandeln. Nun ging es in die Verlängerung. Beide Mannschaften mobilisierten noch einmal alle Kräfte und das Spiel gestaltete sich wieder ausgeglichen. Mit einer Überzahlsituation für die Lady-Kodiaks begann die letzte Spielminute. Die Moskitos versuchten alles um diese Situation zu überstehen doch Sandra Kürten erhielte 22 Sekunden vor Schluss das Golden Goal. Dieser Siegtreffer setzte auf der Spielerbank sämtliche Emotionen frei und die Freudentränen flossen in Strömen.

      Stimmen zum Spiel:
      "Es war ein hohes emotionsgeladenes Spiel. Kurz vor Schluss bist duDeutscher Meister, dann wieder nicht und wieder kurz vor Schluss bist dues wieder", 
      Peter Kürten, Trainer TVK.

      "Ich habe mich gefreut, dass das Spiel auf einem sehr hohen Niveau war. Also kein Vergleich zum Halbfinale", 
      Petra Kürten, Mannschaftsführer TVK.

      "Es war ein Spitzen Spiel. Wir hatten 70% mehr Torchancen, aber eine Steffi in Topform ist eine Bank und fast unüberwindlich", 
      Johann Oswald, Trainer SC Riessersee.


      "Ich freue mich natürlich für mich und meine Mannschaft, das Ich in einem wichtigen Spiel das alles entscheidende Tor geschossen habe", 
      Sandra Kürten, 2fache Torschützin.


      Quelle einiger Berichte und Daten war die Arbeit von Rainer Gmach und seinem Team für http://www.eishockeyinfo.de:

      Berichterstattung vom Finalturnier auf http://www.eishockeyinfo.de

      "Gleich mit mehreren Mitarbeitern wird eishockeyinfo.de beim Finalturnier um die Deutsche Meisterschaft im Dameneishockey in Garmisch Partenkirchen vertreten sein.
      Geplant sind neben umfassenden Berichten von den Spielen, Fotos und Stimmen zu den Spielen insbesondere ein Liveticker von allen Spielen, der den Dameneishockeyfreunden sofortige Informationen über die Spielstände und wichtigsten Geschehnisse auf dem Eis gibt.
      Es empfiehlt sich deshalb, ab Samstag nachmittag den Damenbereich von eishockeyinfo.de aufzusuchen.
      Damit möchte eishockeyinfo.de zeigen, wie ernst die im Dezember gestartete Damen-Berichterstattung genommen wird."
      BayernRainer


      Finale

      TV Kornwestheim - SC Riessersee 2:1 n.V. (1:0 0:0 0:1 1:0)

      Garmisch 31.03.2002 - 17:00Uhr
      Strafzeiten:  TVK  20   -  SCR  26
      Überzahl   :  TVK  1/10 -  SCR  0/7
      Zuschauer  :
      
      TV Kornwestheim               SC Riessersee
      Tor:                          Tor:
       8 KREIS,   Christina         24 HIRT,   Manuela (bis 30:53)
      13 WARTOSCH-KÜRTEN Steffi -x- 25 HARSS,  Jenny   (ab  30:53)
      
      Verteidigung:                 Verteidigung:
      25 RÜCKAUER,   Sabine         11 SCHAUER,    Bernadette
      30 ZIEGENHALS, Nina           12 MERKEL,     Anja
      33 KÖRPER,     Keshia-Sue     19 BERNDANER,  Christine
      55 LINDE,      Nina           23 KRUCK,      Sabrina
      69 SKIBA,      Marlen         73 OSWALD,     Christina
      
      Sturm:                        Sturm:
       7 JUNG,       Jeanette        3 STROBL,     Rosi
      10 MOLT,       Corinna         4 RUMSWINKEL, Sandra
      14 LEHMANN,    Kathrin         6 SCHMID,     Wiltrud
      16 BEHNKE,     Miriam          7 BABIAKOVA,  Petra
      22 GRATZL,     Lena           10 REINDL,     Franziska
      20 KÜRTEN,     Sandra         14 SCHNEELOCH, Malin
      24 FRÜHWIRT,   Stephanie      15 RITTER,     Nina
      88 GALLITTU,   Sandra         16 MOLLER,     Nicole
                                    17 MARKMANN,   Anja
      Trainer                       20 JANKER,     Andrea
      KÜRTEN, Peter                 21 OSTLER,     Sabine
                                    39 LANZL,      Andrea
                                    44 WRASE,      Michaela
                                    81 RIEZLER,    Paola
                                    87 LANZL,      Michaela
                                    88 VOGG,       Franziska
      
                                    Trainer
                                    OSWALD
      Tore:
      12:29 1:0  KÜRTEN,     Sandra
      59:30 1:1  LANZL,      Andrea
      In Verlängerung
      69:38 2:1  KÜRTEN,     Sandra (PP1)
      
       (Assistenten werden nachgereicht)
      
      Strafzeiten:
      03:50 STROBL,          Rosi       (SCR)
      09:28 RITTER,          Nina       (SCR)
      16:59 RUMSWINKEL,      Sandra     (SCR)
      23:22 REINDL,          Franziska  (SCR)
      24:45 MOLLER,          Nicole     (SCR)
      25:41 WARTOSCH-KÜRTEN, Steffi     (TVK)
      33:22 FRÜHWIRT,        Stephanie  (TVK)
      37:18 BERNDANER,       Christine  (SCR)
      37:26 JUNG,            Jeanette   (TVK)
      39:49 FRÜHWIRT,        Stephanie  (TVK)  2+2
      39:50 SCHAUER,         Bernadette (SCR)
      44:21 KRUCK,           Sabrina    (SCR)
      48:33 LEHMANN,         Kathrin    (TVK)
      49:24 OSWALD,          Christina  (SCR)
      52:02 LEHMANN,         Kathrin    (TVK)
      55:02 GALLITTU,        Sandra     (TVK)
      56:26 BERNDANER,       Christine  (SCR)
      58:39 BEHNKE,          Miriam     (TVK)
      58:50 LANZL,           Michaela   (SCR)
      63:03 REINDL,          Franziska  (SCR)
      66:09 SKIBA,           Marlen     (TVK)
      68:50 REINDL,          Franziska  (SCR)
      

      Spiel um Platz 2

      ESC Planegg/Würmtal - OSC Berlin 3:5 (0:0 2:3 1:2)

      Garmisch 31.03.2002 - 12:30Uhr
      Strafzeiten:  ESCP  20   - OSCB  14
      Überzahl   :  ESCP  2/6  - OSCB  3/9
      Zuschauer  :  --
      
      ESC Planegg               OSC Berlin
       Tor:                     Tor:
       1 HARRER, Viona          29 PANSE, Katja   -x-
      37 KERSCHER, Petra        80 HAMPEL, Franziska
      
      Verteidigung:             Verteidigung:
      14 Meinicke, Franziska     5 FLECK, Yvonne
      21 TATZEL, Bettina        24 KINZA, Sandra
      29 PIETROWSKI, Pia        39 KRESSE, Miriam
      33 HEYNE, Silvia          71 GAEBEL, Susann
      36 GRANDL, Katharina
                                Sturm:
      Sturm:                     9 BÖHM, Laura
      10 LUDWIG, Mirjam         10 MAIER, Rebecca
      12 GUDER, Sybille         11 HILDEBRANDT, Michaela
      13 SEILER, Sara           19 KAMENIK, Nina
      17 KOLLAKOWSKI, Claudia   21 GÖTZ, Susan
      22 WIEGAND, Elke          30 GIESSMANN, Katja
      23 PINK, Monika           33 ZOBEL, Katja
      24 SPLITTER, Sabrina      69 GRUNDMANN, Claudia
      25 SEBALD, Maria          78 SCHULZ, Susanne
      41 ANGERMEIER, Veronika   86 HÜBNER, Romy
      43 FARRAH, Jenny          92 FRIEDE, Jenny
                                98 RÖRIG-NAESIGER, Sabrina
      Trainer
      LEHMANN Michael           Trainer
                                Robert Köppen
      
      Tore:
      23:26 1:0 FRIEDE, Jenny PP1
      30:54 1:1 SEBALD, Maria PP1
      33:06 2:1 WIEGAND, Elke SH1
      34:26 2:2 GRUNDMANN, Claudia (KRESSE, Miriam - KAMENIK, Nina)
      37:50 3:2 HÜBNER, Romy  PP1
      44:28 4:2 FRIEDE, Jenny (GÖTZ, Susan)  PP1
      57:57 3:4 WIEGAND, Elke PP1
      58:46 5:3 FRIEDE, Jenny ENG
      
      
      Strafzeiten:
       1:00 KINZA, Sandra         (OSCB)
       4:27 GAEBEL, Susann        (OSCB)
       5:54 SPLITTER, Sabrina     (ESCP)
      12:10 SEBALD, Maria         (ESCP)
      17:34 PIETROWSKI, Pia       (ESCP)
      22:03 SEBALD, Maria         (ESCP)
      24:57 HILDEBRANDT, Michaela (OSCB)
      28:33 GRUNDMANN, Claudia    (OSCB)
      29:10 GAEBEL, Susann        (OSCB)
      32:26 TATZEL, Bettina       (ESCP)
      36:35 FARRAH, Jenny         (ESCP)
      43:30 SEILER, Sara          (ESCP)
      45:37 HÜBNER, Romy          (OSCB)
            TATZEL, Bettina       (ESCP)
      48:02 PINK, Monika          (ESCP)
      54:43 SEBALD, Maria         (ESCP)
      56:36 HÜBNER, Romy          (OSCB) (Bankstrafe)
      

      Halbfinale:

      31. März 2002 erschienen bei http://www.eishockeyinfo.de 

      Damen: Favorit SC Riessersee setzt sich im Halbfinale durch
      OSC Berlin setzt Gastgebern beim 3:6 ernorm zu

      Im zweiten Halbfinalspiel kam Gastgeber Riesserssee erst nach hartem Kampf zu einem 6:3-Sieg. In einem Spiel, welches deutlich über dem Niveau des ersten Halbfinals lag, sah Riessersee bereits Mitte des Spiels wie der sichere Sieger aus, musste dann jedoch froh sein, sich in die zweite Drittelpause retten zu können. Nach einem offensiven Beginn beider Mannschaften hätte Berlin in den ersten Minuten in Führung gehen müssen, als Riesserssees Torfrau Harss, die den Vorzug vor Routinier Hirt erhielt, zwei Mal gegen alleine durchgebrochene Berlinerinnen retten musste. Ende des ersten Drittels nutzen die Oberbayern dann eine Unachtsamkeit auf Berliner Seite sowie zum ersten Mal eine Powerplaysituation und gingen mit einem beruhigen 2:0 Vorsprung in die Kabine. Bitter für Berlin dabei, dass der zweite Treffer bei fast abgelaufener Strafezeit genau eine Sekunde vor Drittelende passierte. Im zweiten Drittel dann plötzlich, aber nicht unverdient der Berliner Anschlusstreffer durch die auffälligste Spielerin in diesem Spiel, Berlins Susan Götz. Riessersee kontrollierte jedoch weiterhin das Spiel und kam erneut im Powerplay durch den einzigen der vielzähligen Schlagschussversuche von Christina Oswald, zum 3:1. Vielleicht war es ihre triumphale Geste zum eigenen Publikum, welches die Berlinerinnen jetzt nochmals wirbeln lies. Auf jeden Fall traten die Ladies nun die Flucht nach vorn an und brachten Riessersees Defensive gehörig ins Schwimmen. Und vermutlich war es die Drittelpause, die das Team des Gastgebers vor einem Rückstand rettete. Denn angefeuert von den neutralen Zuschauern und anderen Teams schaffte Berlins Jungnationalspielerin Kamenik in der 38. Minute auf wunderschöne Vorarbeit von Susan Götz nicht nur den Anschluss,, nur eine Minute später berauschten sich die Berlinerinnen und ihre Fans in der Halle sogar am Ausgleich. Eine Befreiung aus dem eigenenn Drittel konnte Jenny Friede gerade noch erlaufen, dabei eine Riesserseer Verteidigerin abschütteln, ums Tor fahren und mit einem Bauerntrick den Treffer erzielen. Die Pause beruhigte offenbar Riesserssees Nerven und eine erneute Strafzeit nur kurz nach Drittelbeginn nutzte Nina Ritter zur erneuten Führung. Berlin ging nun ein wenig die Kraft aus und Michaela Lanzl gelang in ihrer unnachahmlichen Art die Vorentscheidung. Mit dem Mut der Verzweiflung nahm Berlins Trainer Köppen früh seine Torfrau vom Eis, 14 Sekunden vor Schluss traf jedoch nur noch Schmid ins leere Berliner Tor. 
      Berlin war der erwartet schwere Gegner. Mit ein wenig mehr Glück und einem längeren zweiten Drittel hätte tatsächlich die Überraschung gelingen können. Auf jeden Fall bestätigte Berlin, zu Recht die Qualifikation für das Finalturnier errungen zu haben. 

      Stimmen: 
      Robert Köppen (Trainer): Die zweite Drittelpause hat Riessersee vielleicht gerettet. Insgesamt bin ich stolz auf meine Mannschaft und hoffe, dass wir mit einer solchen Leistung morgen auch erstmals Planegg in solch einem Turnier schlagen können.
      Norbert Grundmann (Natiophysio): Ein gutes Spiel, dem Niveau eines solchen Turniers angemessen.

      SC Riessersee - OSC Berlin 6:3 (2:0 1:3 3:0)

      Garmisch 30.03.2002 - 20:00Uhr
      Strafzeiten:  SCR 10    - OSCB  12
      Überzahl   :  SCR  2/6  - OSCB  0/5
      Zuschauer  :  90
      
      SC Riessersee                OSC Berlin
      Tor:                         Tor:
      24 HIRT, Manuela             29 PANSE, Katja   -x-
      25 HARSS, Jenny  -x-         80 HAMPEL, Franziska
      
      Verteidigung:                Verteidigung:
      11 SCHAUER, Bernadette        5 FLECK, Yvonne
      12 MERKEL, Anja              24 KINZA, Sandra
      19 BERNDANER, Christine      39 KRESSE, Miriam
      23 KRUCK, Sabrina            71 GAEBEL, Susann
      73 OSWALD, Christina
                                   Sturm:
      Sturm:                        9 BÖHM, Laura
        3 STROBL, Rosi             10 MAIER, Rebecca
        4 RUMSWINKEL, Sandra       11 HILDEBRANDT, Michaela
        6 SCHMID, WIltrud          19 KAMENIK, Nina
        7 BABIAKOVA, Petra         21 GÖTZ, Susan
      10 REINDL, Franziska         30 GIESSMANN, Katja
      14 SCHNEELOCH, Malin         33 ZOBEL, Katja
      15 RITTER, Nina              69 GRUNDMANN, Claudia
      16 MOLLER, Nicole            78 SCHULZ, Susanne
      17 MARKMANN, Anja            86 HÜBNER, Romy
      20 JANKER, Andrea            92 FRIEDE, Jenny
      21 OSTLER, Sabine            98 RÖRIG-NAESIGER, Sabrina
      39 LANZL, Andrea
      44 WRASE, Michaela           Trainer
      81 RIEZLER, Paola            Robert Köppen
      87 LANZL, Michaela
      88 VOGG, Franziska
      
      Tore:
      17:39  1:0  RUMSWINKEL, Sandra (STROBL, Rosi - LANZL, Michaela)
      19:59  2:0  RITTER, Nina       (REINDL, Franziska - MOLLER, Nicole)  PP1
      25:30  2:1  GÖTZ, Susan        (KAMENIK, Nina - FRIEDE, Jenny)
      34:00  3:1  OSWALD, Christin   (KRUCK, Sabrina - RUMSWINKEL, Sandra)
      37:08  3:2  KAMENIK, Nina      (GÖTZ, Susan)
      38:08  3:3  FRIEDE, Jenny
      44:17  4:3  RITTER, Nina       (MERKEL, Anja - REINDL, Franziska) PP1
      51:51  5:3  LANZL, Michaela    (OSWALD, Christina - STROBL, Rosi)
      59:46  6:3  SCHMID, WIltrud    (LANZL, Andrea) ENG
      
      Strafen:
      05:45  MERKEL, Anja         (SCR)
      18:26  KINZA, Sandra        (OSCB)
      20:22  REINDL, Franziska    (SCR)
      20:59  BERNDANER, Christine (SCR)
      26:08  HÜBNER, Romy         (OSCB)
      26:49  GRUNDMANN, Claudia   (OSCB)
      32:15  FLECK, Yvonne        (OSCB)
      39:35  REINDL, Franziska    (SCR)
      43:17  KINZA, Sandra        (OSCB)
      46:56  FRIEDE, Jenny        (OSCB)
      53:08  REINDL, Franziska    (SCR)

      31. März 2002 erschienen bei http://www.eishockeyinfo.de 

      Damen Titelverteidiger Kornwestheim nicht zu stoppen 
      Lady Kodiaks wenig gefordert und wieder im Finale

      Mit einem ungefährdeten 5:1 Sieg im ersten Halbfinale hat sich Kornwestheim im ersten Halbfinalspiel erfolgreich auf den Weg zur Titelverteidigung gemacht. Zugute kam dem Team dabei der Spielverlauf. Bereits nach etwas mehr als 2 Minuten nutzte Steffi Frühwirt einen Stellungsfehler von Planeggs Torfrau aus kurzer Entfernung zur frühen 1:0 Führung. Danach fiel Kornwestheim jedoch mehr mit Strafzeiten als mit souveränem Spiel auf. Da auch Planegg keine besonderen Akzente setzen konnte, sahen die Zuschauer ein sehr mäßiges Drittel. Der Sekundenzeiger hatte im letzten Drittel noch keine ganze Runde gedreht, da war das Spiel bereits entschieden. Erneut Frühwirt und Sabine Rückauer erhöhten noch in der 21. Minute auf 3:0. Kornwestheim kontrollierte nun das Spiel und selbst dem zwischenzeitliche Anschlusstreffer von Monika Pink auf Zuspiel von Elke Wiegand und Bettina Tatzel (28. Min) änderte daran nichts. Keine zwei Minuten später erhöhte Sabine Rückauer mit einem Schlagschuss, den Torfrau Harrer unter dem Körper durchgleiten lies, auf 4:1. Einziger Höhepunkt dann im letzten Drittel der Treffer zum 5:1. Ansonsten schontenn sich die Lady Kodiaks bereits für das morgige Finalspiel, währenddem Planegg früh resignierte. 

      Stimmen zum Spiel: 
      Trainer Kürten: Ich bin vom Niveau des Spiels, insbesondere auch hinsichtlich meiner Mannschaft, schon enttäuscht.
      Nicole Schmitten (Spielerin Bergkamen): Schade, da hätten wir sicherlich mehr Feuer machen können

      TV Kornwestheim - ESC Planegg/Würmtal 5:1 (1:0 3:1 1:0)

      Garmisch 30.03.2002 - 17:00Uhr
      Strafzeiten:  TVK 18    - ESCP  10
      Überzahl   :  TVK  0/4  - ESCP  0/8
      Zuschauer  :  80
      
      
      TV Kornwestheim                ESC Planegg
      Tor:                            Tor:
       8 KREIS,Christina              1 HARRER, Viona
      13 WARTOSCH-KÜRTEN Steffi      37 KERSCHER, Petra
      
      Verteidigung:                  Verteidigung:
      25 RÜCKAUER, Sabine            14 Meinicke, Franziska
      30 ZIEGENHALS, Nina            21 TATZEL, Bettina
      33 KÖRPER, Keshia-Sue          29 PIETROWSKI, Pia
      55 LINDE, Nina                 33 HEYNE, Silvia
      69 SKIBA, Marlen               36 GRANDL, Katharina
      
      Sturm:                         Sturm:
       7 JUNG Jeanette               10 LUDWIG, Mirjam
      10 MOLT, Corinna               12 GUDER, Sybille
      14 LEHMANN; Kathrin            13 SEILER, Sara
      16 BEHNKE, Miriam              17 KOLLAKOWSKI, Claudia
      22 GRATZL, Lena                22 WIEGAND, Elke
      20 KÜRTEN, Sandra              23 PINK, Monika
      24 FRÜHWIRT, Stephanie         24 SPLITTER, Sabrina
      88 GALLITTU, Sandra            25 SEBALD, Maria
                                     41 ANGERMEIER, Veronika
      Trainer                        43 FARRAH, Jenny
      KÜRTEN, Peter
                                     Trainer
                                     LEHMANN Michael
      
      Tore:
      02:03  1:0 FRÜHWIRT, Stephanie
      20:10  2:0 FRÜHWIRT, Stephanie
      20:45  3:0 RÜCKAUER, Sabine (FRÜHWIRT, Stephanie)
      27:43  3:1 PINK, Monika (WIEGAND, Elke - TATZEL, Bettina)
      29:39  4:1 RÜCKAUER, Sabine
      44:25  5:1 KÜRTEN, Sandra (FRÜHWIRT, Stephanie)
      
      Strafzeiten:
      05:24 GRANDL, Katharina
      07:05 RÜCKAUER, Sabine
      11:09 BEHNKE, Miriam
      11:58 ZIEGENHALS, Nina
      11:58 TATZEL, Bettina
      14:07 WARTOSCH-KÜRTEN Steffi
      20:57 SKIBA, Marlen
      20:57 WARTOSCH-KÜRTEN Steffi
      25:02 Meinicke, Franziska
      30:33 SKIBA, Marlen
      31:54 LUDWIG, Mirjam
      35:35 LUDWIG, Mirjam
      36:45 FRÜHWIRT, Stephanie
      40:37 JUNG Jeanette

      30. März 2002 erschienen bei http://www.eishockeyinfo.de

      Damen Finalturnier in Garmisch: Favoriten und Aussenseiter
      Die Aussenseiter Berlin und Planegg hoffen auf ihre Chance

      Als einziges Team der Bundesliga Nord konnten sich die Ladies aus Berlin in der Zwischenrunde unter die ersten vier qualifizieren. Große Stärke des Teams ist der siet Jahren gewachsene Stamm und die Ausgeglichenheit im Kader. Die Mischung aus Jung und Alt führt hier nicht zur Grüppchenbildung, vielmehr wird immer der große Zusammenhalt im Team betont. Möglich wohl auch, weil die katastrophalen Trainingsbedingungen seitens des Landes Berlin die Mädels zusammenhalten lassen. Weiteres Plus auf Berliner Seite ist sicherlich Trainer Köppen. Im Tor ist Berlin mitHampel und Panse sicher nicht schlechter besetzt als Riessersee. Die Verteidigung wird angeführt von Nationalspielerin Kinza. Nicht zu verachten aber siet Jahren auch Yvonne Fleck, die in der Vergangenheit selbst an normalen Tagen sogar für eine Michaela Lanzl schon zur «Chinesischen Mauer» wurde. Zwar stehen nicht die großen Namen im Team, jedoch wird dies in der Defensivarbeit mit viel Herzblut ausgeglichen. Im Sturm liegen die Hoffnungen insbesondere auf Claudia Grundmann. Fehlt sie, wird es gleich eng mit erfolgreichen Torschüssen. Allerdings stehen nicht umsonst junge Spielerinnen wie Susann Götz, Romy Hübner, Jenny Friede, Sabrina Röhrig und Nina Kamenik im Notizbuch des Bundestrainers. Und im ersten internationalen Test der kommenden Nationalmannschaftstalente in Frankreich waren es einige aus diesem Kreis, die sehr positiv auffielen. Probleme wird Berlin bekommen, wenn es einem Rückstand hinterherlaufen muss. Dies ist unter anderem auch ein Problem der Chancenauswertung. Sollte jedoch eine Führung gelingen und lange gehalten werden, könnte sich das Team in einen Rausch spielen. Plus: Ausgeglichenheit, Unberechenbarkeit, Berlin hat es drin, an guten Tagen gegen jede Mannschaft zu gewinnen. Minus: Diese Unberechenbarkeit bedeutet aber auch mangelnde Konstanz. An nicht so guten Tagen sind auch Niederlagen gegen schwache Teams möglich. Weiteres Minus: Als Favorit in ein Spiel zu gehen und dieses dann gestalten, also agieren stattreagieren, zu müssen. Planegg: Die große Überraschung dürfte die Qualifikation der Oberbayern für das Finalturnier sein. Ein Blick auf die Scorerstatistiken der Vergangenheit lässt an deren Spitzen immer einen Namen auftauchen: Sandra Rumswinkel. Gerade zu Beginn der Zwischenrunde wechselte sie jedoch zum langjährigen Konkurrenten nach Riessersee. Was folgte, war jedoch eine Trotzreaktion der verbleibenen Pinguine: Dabei extrem abhängig von den überdurchschnittlichen Leistungen von Nationaltorfrau Harrer wurde die Defensive noch mehr verstärkt und das Heil in schnellen Kontern gesucht. Mit Elke Wiegand und dem während der Saison gekommenen Nachwuchstalent Franziska Meineke stehen dafür auch zwei exzellente Spielerinnen zur Verfügung.

      Im Tor ist Planegg mit Viona Harrer sicherlich nach Kornwestheim am zweitstärksten besetzt. Zusammen mit einer konzentrierten Defensivleistung des Teams baut sich ein wahrer Betonriegel vor dem eigenen Tor auf. Die Abwehr dürfte trotz Nationalspielerin Grandl die größten Sorgen machen: Die routinierteste Spielerin, Bettina Tatzel, bezahlt ihren Einsatz einfach zu oft auf Strafbank, der restlichen Spielerinnen stellen in der Liga auf ihren Positionen zwar guten Durchschnitt dar, bei einem Finalturnier kann dies aber einfach zu wenig sein. Die Abwehrspielerinnen werden jedoch wie in wohl keinem anderen Team des Finalturniers in ihrer Arbeit von den eigenen Stürmerinnen unterstützt. Darunter leidet natürlich die Offensive. Konzept des Teams ist es, über den einen oder anderen Konter zum erfolgreichen Abschluss zu kommen. Dafür stehen schnelle und erfahrene Spielerinnen bereit. Um hier im Finalturnier erfolgreich zu sein, muss jedoch die teilweise katastrophale Chancenauswertung verbessert werden. Plus: Wile und Ausgeglichenheit. Die Manschaft wird sicher unterschätzt und trifft im Halbfinale auf ein Kornwestheimer Team ohne Kathrin Lehmann, weitere Hoffnung: ein möglichst lange gehaltenes Unentschieden oder sogar eine Führung Minus: Das Team ist strafzeitenanfällig und es fehlt ein wenig die Spielerin mit den zündenden Ideen und der Fähigkeit, erfolgreich das Spiel alleine entscheiden zu können. Insbesondere bei Rückständen fehlen die technischen und körperlichen Mittel, ein Spiel zu drehen.

      Ein Artikel von Rainer Gmach

      29. März 2002 erschienen bei http://www.eishockeyinfo.de

      Damen Finalturnier um die deutsche Meisterschaft
      Moskitos nehmen nach Protest ausser Konkurrenz teil

      Am Osterwochenende findet in Garmisch-Partenkirchen die diesjährige Dameneishockey-Bundesliga-Saison ihr Ende. Am Finalturnier nehmen neben Vorjahresmeister Lady Kodiaks Kornwestheim und Gastgeber SC Moskitos Riessersee auch die Planegger Pinguine und als einziges Team aus der Bundesliga Nord die Ladies aus Berlin teil.

      Favoriten sind sicherlich wieder die Lady Kodiaks Kornwestheim, bei denen zwar aus der letztjährigen Meistermannschaft insbesondere Tina Evers (Wechsel nach Kanada) und Susanne Fellner (verletzt) fehlen, die durch die Neuzugänge Nina Linde und Kathrin Lehmann aber sicher nicht schwächer als im Vorjahr sein werden. Auch die Zugänge unter der Saison, Diana Bruksch und Sandra Gallittu machen das Team sicher eher noch ein Stück stärker. Theoretisch der größte Konkurrent sind die Damen von Gastgeber Riessersee. Die im Vergleich zum letztjährigen Endspiel personell erheblich verstärkten Moskitos (unter anderem die beiden Nationalspielerinnen Nina Ritter und Sandra Rumswinkel) können allerdings nach einem sportgerichtlichen Vergleich zu Beginn der Saison gar kein Meister werden und nehmen in dieser Saison praktisch ausser Konkurrenz an der Runde teil, auch wenn sämtliche Ergebnisse gewertet wurden. Zustande kam diese Situation, weil im Gegensatz zum bisherigen solidarischen Verhalten Verhalten zwei Männerteams beim Verband Protest dagegen einlegten, dass die Moskitos nach ihrem Komplettumzug von Geretsried zum SC Riessersee nicht in der Landes-, sondern gleich wieder in der Bundesliga starten sollten.

      Seit Jahren als Geheimtipp werden dagegen die Ladies aus Berlin gehandelt. Grund dafür ist die hohe mannschaftliche Geschlossenheit, die dieses Team an guten Tagen durchaus jeden Gegner schlagen lassen kann. Dieser Teamgeist führte auch das dritte Team aus der Bundesliga Süd in die Finalrunde. Die Planegger Pinguine dürften die große, positive Überraschung der Runde sein. Insbesondere nach dem Wechsel ihrer Topscorerin Rumswinkel zu Beginn der Zwischenrunde nach Planegg stellte man sich die Frage, wie jetzt noch die notwendigen Tore für die notwendigen Siege erzielt werden sollen. Offensichtlich befreiten sich aber nun andere Spielerinnen aus dem langen Schatten der gewechselten Nationalstürmerin und übernahmen erfolgreich die Verantwortung. Bei einer konzentrierten Defensivarbeit, die diese Saison auf eine gute Viona Harrer im Tor aufbaut, werden die Pinguine jedem Gegner alles abverlangen.

      Ein Artikel von Rainer Gmach


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