Herzlichen Glückwunsch zur Deutschen Meisterschaft an den TV Kornwestheim
Lady-Kodiaks verteidigen Titel
Bericht von Martin Kreis / Kornwestheim
Sandra Kürten avisiert zum Matchwinner
(mak) Die Damen des TV Kornwestheim holten sich zum zweiten Mal in Folge den Titel des Deutschen Meisters. Im Finale konnten sich die Spielerinnen um Trainer Petern Kürten erst in der Verlängerung gegen den Vertreter vom SC Riessersee mit 2:1 (1:0, 0:0, 0:1, 1:0) durchsetzten.

Für beide Mannschaften standen am Samstag erst einmal die Halbfinals auf dem Programm. Die Ladys trafen hier auf den unbequemen Gegner vom ESC Planegg-Würmtal. In einem schwachen Spiel setzte sich der TVK am Ende doch deutlich mit 5:1 (1:0, 3:1, 1:0) durch. Der TVK begann die Partie optimal. Stephanie Frühwirt traf in der 3.Spielminute aus spitzem Winkel zum 1:0. Anstatt weiter Druck zu machen, agierte nun der ESC und brachte die Verteidigung von Kornwestheim des öfteren in arge Bedrängnis, doch Stephanie Wartosch-Kürten macht sämtliche Chancen souverän zu Nichte. Die Vorentscheidung fiel bereits in den ersten Sekunden des Mitteldrittels.
Nach 10 Sekunden versenkte Frühwirt den Puck hinter Viona Harrer und 30 Sekunden später war Sabine Rückauer zum 3:0 erfolgreich. In der 27.Spielminute erzielte Monika Pink den Anschlusstreffer. Jetzt mache der TVK weiter Druck und 2 Minuten später war der alte Abstand durch Rückauer wieder hergestellt. Der ESC hatte dem amtierenden Deutschen Meister nun nichts mehr entgegen zu setzten und die Partie flachte zusehends ab. Die
Lady-Kodiaks taten nur noch das Nötigste um das Ergebnis zu halten. Sandra Kürten setzte mit einem guten Einzelleitung in der 45.Minute den Schlusspunkt zum 5:1. "Ich kann mit der Leistung meiner Mannschaft nicht zufrieden sein und bin enttäuscht", sagte Peter Kürten nach dem Spiel.
Im zweiten Halbfinalspiel setzte sich der SC Riessersee nach großartigem Kampf mit 6:3 (2:0, 1:3, 3:0) durch. Dadurch war klar, dass der TV Kornwestheim Deutscher Meister ist da, wie schon berichtet, der SC Riessersee außer Konkurrenz die Saison bestritten hat.
Am Sonntag trafen dann zuerst der ESC Planegg und OSC Berlin aufeinander um, so kurios es klingt, den Vizemeister auszuspielen. In einer Partie ohne Tempo und nennenswerte Höhepunkte war der OSC Berlin mit 3:5 (0:0, 2:3,1:2) erfolgreich.
Was den Zuschauern dann im Finale geboten wurde, entschädigte für alles bis dahin gesehene. Tempo, Kampf und Spannung. Es wurde alles gezeigt, was ein gutes Eishockeyspiel ausmacht. "Wir wollen die Deutsche Meisterschaft
auch auf dem Eis gewinnen und nicht auf dem Papier", sagte Peter Kürten vor dem Spiel. Die ersten Spielminuten gestalteten beide Mannschaften offensiv in der sich die Lady-Kodiaks leicht Vorteile erkämpften.
Besonders Kathrin Lehmann setzte sich immer wieder in Szene. Doch die Schweizerin konnte Ihre zahlreichen Chancen nicht verwerten. Beim SC Riessersee zeigte wieder einmal Michaela Lanzl in Topform. Die Nationalspielerin war kaum von der Scheibe zu trennen und wirbelte die TV Verteidigung kräftig durcheinander. Ihre größte Chance hatten die Moskitos in der 8.Minute doch auch Steffi Wartosch-Kürten zeigte, dass Sie Deutschlands Torfrau Nr.1 ist und die Situationen souverän meisterte. In der 13.Minute war es dann endlich soweit. Auf Vorarbeit von Jeanette Jung und Steffi Frühwirt konnte Sandra Kürten Jenny Harß im SCR Gehäuse überwinden. Lehmann wollte es Ihrer Mitspielerin gleichtun, traf aber eine Minute später nur den Pfosten. Die Moskitos blieben weiter mit Konter gefährlich, agierten aber vor dem Tor stellenweise zu umständlich. Eine Sekunde vor Drittelende versuchte Christiana Oswald noch mit einem Schlagschuss den Ausgleich zu erzielen und verfehlte nur knapp. Den Mittelabschnitt begannen die Lady-Kodiaks weiter druckvoll, doch unnötige Scheibenverluste erhöhten die Möglichkeiten für den SCR. Die Partie wurde nun ruppiger und die Nicklichkeiten häuften sich, doch keine Mannschaft konnte aus den daraus resultierenden Überzahlsituationen Kapital schlagen.
Das Spielgeschehen verlagerte sich nun häufiger in das Drittel des Deutschen Meisters. Michaela Lanzl kann sich immer wieder durch die Abwehrreihen der Lady-Kodiaks durchtanken und dem SCR Möglichkeiten zur Resultatsverbesserung herausspielen. Doch Steffi zeigte sich in Topform und brachte die Moskitos beinahe zur Verzweiflung. Im Schlussdrittel wurde die Überlegenheit der Moskitos deutlicher. Die Spielerinnen um Johann Oswald wirken frischer und drückten weiter aufs Tempo, so dass sich die Kürten Schützlinge mehr in der Defensive befanden und kaum noch Torchancen für den TVK herauskamen. Andrea Lanzl schafft dann das, womit kaum ein Zuschauer noch gerechnet hatte. Sie nutzte ein Gerangel im Torraum, um 30 Sekunden vor Spielende ein Zuspiel von Sandra Rumswinkel zum verdienten Ausgleich zu verwandeln. Nun ging es in die Verlängerung. Beide Mannschaften mobilisierten noch einmal alle Kräfte und das Spiel gestaltete sich wieder ausgeglichen. Mit einer Überzahlsituation für die Lady-Kodiaks begann die letzte Spielminute. Die Moskitos versuchten alles um diese Situation zu überstehen doch Sandra Kürten erhielte 22 Sekunden vor Schluss das Golden Goal. Dieser Siegtreffer setzte auf der Spielerbank sämtliche Emotionen frei und die Freudentränen flossen in Strömen.
Stimmen zum Spiel:
"Es war ein hohes emotionsgeladenes Spiel. Kurz vor Schluss bist duDeutscher Meister, dann wieder nicht und wieder kurz vor Schluss bist dues wieder",
Peter Kürten, Trainer TVK.
"Ich habe mich gefreut, dass das Spiel auf einem sehr hohen Niveau war. Also kein Vergleich zum Halbfinale",
Petra Kürten, Mannschaftsführer TVK.
"Es war ein Spitzen Spiel. Wir hatten 70% mehr Torchancen, aber eine Steffi in Topform ist eine Bank und fast unüberwindlich",
Johann Oswald, Trainer SC Riessersee.
"Ich freue mich natürlich für mich und meine Mannschaft, das Ich in einem wichtigen Spiel das alles entscheidende Tor geschossen habe",
Sandra Kürten, 2fache Torschützin.
Quelle einiger Berichte und Daten war die Arbeit von Rainer Gmach und seinem
Team für http://www.eishockeyinfo.de:
"Gleich mit mehreren Mitarbeitern wird eishockeyinfo.de beim
Finalturnier um die Deutsche Meisterschaft im Dameneishockey in Garmisch
Partenkirchen vertreten sein.
Geplant sind neben umfassenden Berichten von den Spielen, Fotos und Stimmen zu
den Spielen insbesondere ein Liveticker von allen Spielen, der den
Dameneishockeyfreunden sofortige Informationen über die Spielstände und
wichtigsten Geschehnisse auf dem Eis gibt.
Es empfiehlt sich deshalb, ab Samstag nachmittag den Damenbereich von
eishockeyinfo.de aufzusuchen.
Damit möchte eishockeyinfo.de zeigen, wie ernst die im Dezember gestartete
Damen-Berichterstattung genommen wird."
BayernRainer
Finale
TV Kornwestheim - SC Riessersee 2:1 n.V. (1:0 0:0 0:1 1:0)
Garmisch 31.03.2002 - 17:00Uhr
Strafzeiten: TVK 20 - SCR 26
Überzahl : TVK 1/10 - SCR 0/7
Zuschauer :
TV Kornwestheim SC Riessersee
Tor: Tor:
8 KREIS, Christina 24 HIRT, Manuela (bis 30:53)
13 WARTOSCH-KÜRTEN Steffi -x- 25 HARSS, Jenny (ab 30:53)
Verteidigung: Verteidigung:
25 RÜCKAUER, Sabine 11 SCHAUER, Bernadette
30 ZIEGENHALS, Nina 12 MERKEL, Anja
33 KÖRPER, Keshia-Sue 19 BERNDANER, Christine
55 LINDE, Nina 23 KRUCK, Sabrina
69 SKIBA, Marlen 73 OSWALD, Christina
Sturm: Sturm:
7 JUNG, Jeanette 3 STROBL, Rosi
10 MOLT, Corinna 4 RUMSWINKEL, Sandra
14 LEHMANN, Kathrin 6 SCHMID, Wiltrud
16 BEHNKE, Miriam 7 BABIAKOVA, Petra
22 GRATZL, Lena 10 REINDL, Franziska
20 KÜRTEN, Sandra 14 SCHNEELOCH, Malin
24 FRÜHWIRT, Stephanie 15 RITTER, Nina
88 GALLITTU, Sandra 16 MOLLER, Nicole
17 MARKMANN, Anja
Trainer 20 JANKER, Andrea
KÜRTEN, Peter 21 OSTLER, Sabine
39 LANZL, Andrea
44 WRASE, Michaela
81 RIEZLER, Paola
87 LANZL, Michaela
88 VOGG, Franziska
Trainer
OSWALD
Tore:
12:29 1:0 KÜRTEN, Sandra
59:30 1:1 LANZL, Andrea
In Verlängerung
69:38 2:1 KÜRTEN, Sandra (PP1)
(Assistenten werden nachgereicht)
Strafzeiten:
03:50 STROBL, Rosi (SCR)
09:28 RITTER, Nina (SCR)
16:59 RUMSWINKEL, Sandra (SCR)
23:22 REINDL, Franziska (SCR)
24:45 MOLLER, Nicole (SCR)
25:41 WARTOSCH-KÜRTEN, Steffi (TVK)
33:22 FRÜHWIRT, Stephanie (TVK)
37:18 BERNDANER, Christine (SCR)
37:26 JUNG, Jeanette (TVK)
39:49 FRÜHWIRT, Stephanie (TVK) 2+2
39:50 SCHAUER, Bernadette (SCR)
44:21 KRUCK, Sabrina (SCR)
48:33 LEHMANN, Kathrin (TVK)
49:24 OSWALD, Christina (SCR)
52:02 LEHMANN, Kathrin (TVK)
55:02 GALLITTU, Sandra (TVK)
56:26 BERNDANER, Christine (SCR)
58:39 BEHNKE, Miriam (TVK)
58:50 LANZL, Michaela (SCR)
63:03 REINDL, Franziska (SCR)
66:09 SKIBA, Marlen (TVK)
68:50 REINDL, Franziska (SCR)
Spiel um Platz 2
ESC Planegg/Würmtal - OSC Berlin 3:5 (0:0 2:3 1:2)
Garmisch 31.03.2002 - 12:30Uhr
Strafzeiten: ESCP 20 - OSCB 14
Überzahl : ESCP 2/6 - OSCB 3/9
Zuschauer : --
ESC Planegg OSC Berlin
Tor: Tor:
1 HARRER, Viona 29 PANSE, Katja -x-
37 KERSCHER, Petra 80 HAMPEL, Franziska
Verteidigung: Verteidigung:
14 Meinicke, Franziska 5 FLECK, Yvonne
21 TATZEL, Bettina 24 KINZA, Sandra
29 PIETROWSKI, Pia 39 KRESSE, Miriam
33 HEYNE, Silvia 71 GAEBEL, Susann
36 GRANDL, Katharina
Sturm:
Sturm: 9 BÖHM, Laura
10 LUDWIG, Mirjam 10 MAIER, Rebecca
12 GUDER, Sybille 11 HILDEBRANDT, Michaela
13 SEILER, Sara 19 KAMENIK, Nina
17 KOLLAKOWSKI, Claudia 21 GÖTZ, Susan
22 WIEGAND, Elke 30 GIESSMANN, Katja
23 PINK, Monika 33 ZOBEL, Katja
24 SPLITTER, Sabrina 69 GRUNDMANN, Claudia
25 SEBALD, Maria 78 SCHULZ, Susanne
41 ANGERMEIER, Veronika 86 HÜBNER, Romy
43 FARRAH, Jenny 92 FRIEDE, Jenny
98 RÖRIG-NAESIGER, Sabrina
Trainer
LEHMANN Michael Trainer
Robert Köppen
Tore:
23:26 1:0 FRIEDE, Jenny PP1
30:54 1:1 SEBALD, Maria PP1
33:06 2:1 WIEGAND, Elke SH1
34:26 2:2 GRUNDMANN, Claudia (KRESSE, Miriam - KAMENIK, Nina)
37:50 3:2 HÜBNER, Romy PP1
44:28 4:2 FRIEDE, Jenny (GÖTZ, Susan) PP1
57:57 3:4 WIEGAND, Elke PP1
58:46 5:3 FRIEDE, Jenny ENG
Strafzeiten:
1:00 KINZA, Sandra (OSCB)
4:27 GAEBEL, Susann (OSCB)
5:54 SPLITTER, Sabrina (ESCP)
12:10 SEBALD, Maria (ESCP)
17:34 PIETROWSKI, Pia (ESCP)
22:03 SEBALD, Maria (ESCP)
24:57 HILDEBRANDT, Michaela (OSCB)
28:33 GRUNDMANN, Claudia (OSCB)
29:10 GAEBEL, Susann (OSCB)
32:26 TATZEL, Bettina (ESCP)
36:35 FARRAH, Jenny (ESCP)
43:30 SEILER, Sara (ESCP)
45:37 HÜBNER, Romy (OSCB)
TATZEL, Bettina (ESCP)
48:02 PINK, Monika (ESCP)
54:43 SEBALD, Maria (ESCP)
56:36 HÜBNER, Romy (OSCB) (Bankstrafe)
Halbfinale:
31. März 2002 erschienen bei http://www.eishockeyinfo.de
Damen: Favorit SC Riessersee setzt sich im Halbfinale durch
OSC Berlin setzt Gastgebern beim 3:6 ernorm zu
Im zweiten Halbfinalspiel kam Gastgeber Riesserssee erst nach hartem Kampf zu einem 6:3-Sieg. In einem Spiel, welches deutlich über dem Niveau des ersten Halbfinals lag, sah Riessersee bereits Mitte des Spiels wie der sichere Sieger aus, musste dann jedoch froh sein, sich in die zweite Drittelpause retten zu können. Nach einem offensiven Beginn beider Mannschaften hätte Berlin in den ersten Minuten in Führung gehen müssen, als Riesserssees Torfrau Harss, die den Vorzug vor Routinier Hirt erhielt, zwei Mal gegen alleine durchgebrochene Berlinerinnen retten musste. Ende des ersten Drittels nutzen die Oberbayern dann eine Unachtsamkeit auf Berliner Seite sowie zum ersten Mal eine Powerplaysituation und gingen mit einem beruhigen 2:0 Vorsprung in die Kabine. Bitter für Berlin dabei, dass der zweite Treffer bei fast abgelaufener Strafezeit genau eine Sekunde vor Drittelende passierte. Im zweiten Drittel dann plötzlich, aber nicht unverdient der Berliner Anschlusstreffer durch die auffälligste Spielerin in diesem Spiel, Berlins Susan Götz. Riessersee kontrollierte jedoch weiterhin das Spiel und kam erneut im Powerplay durch den einzigen der vielzähligen Schlagschussversuche von Christina Oswald, zum 3:1. Vielleicht war es ihre triumphale Geste zum eigenen Publikum, welches die Berlinerinnen jetzt nochmals wirbeln lies. Auf jeden Fall traten die Ladies nun die Flucht nach vorn an und brachten Riessersees Defensive gehörig ins Schwimmen. Und vermutlich war es die Drittelpause, die das Team des Gastgebers vor einem Rückstand rettete. Denn angefeuert von den neutralen Zuschauern und anderen Teams schaffte Berlins Jungnationalspielerin Kamenik in der 38. Minute auf wunderschöne Vorarbeit von Susan Götz nicht nur den Anschluss,, nur eine Minute später berauschten sich die Berlinerinnen und ihre Fans in der Halle sogar am Ausgleich. Eine Befreiung aus dem eigenenn Drittel konnte Jenny Friede gerade noch erlaufen, dabei eine Riesserseer Verteidigerin abschütteln, ums Tor fahren und mit einem Bauerntrick den Treffer erzielen. Die Pause beruhigte offenbar Riesserssees Nerven und eine erneute Strafzeit nur kurz nach Drittelbeginn nutzte Nina Ritter zur erneuten Führung. Berlin ging nun ein wenig die Kraft aus und Michaela Lanzl gelang in ihrer unnachahmlichen Art die Vorentscheidung. Mit dem Mut der Verzweiflung nahm Berlins Trainer Köppen früh seine Torfrau vom Eis, 14 Sekunden vor Schluss traf jedoch nur noch Schmid ins leere Berliner Tor.
Berlin war der erwartet schwere Gegner. Mit ein wenig mehr Glück und einem längeren zweiten Drittel hätte tatsächlich die Überraschung gelingen können. Auf jeden Fall bestätigte Berlin, zu Recht die Qualifikation für das Finalturnier errungen zu haben.
Stimmen:
Robert Köppen (Trainer): Die zweite Drittelpause hat Riessersee vielleicht gerettet. Insgesamt bin ich stolz auf meine Mannschaft und hoffe, dass wir mit einer solchen Leistung morgen auch erstmals Planegg in solch einem Turnier schlagen können.
Norbert Grundmann (Natiophysio): Ein gutes Spiel, dem Niveau eines solchen Turniers angemessen.
SC Riessersee - OSC Berlin 6:3 (2:0 1:3 3:0)
Garmisch 30.03.2002 - 20:00Uhr
Strafzeiten: SCR 10 - OSCB 12
Überzahl : SCR 2/6 - OSCB 0/5
Zuschauer : 90
SC Riessersee OSC Berlin
Tor: Tor:
24 HIRT, Manuela 29 PANSE, Katja -x-
25 HARSS, Jenny -x- 80 HAMPEL, Franziska
Verteidigung: Verteidigung:
11 SCHAUER, Bernadette 5 FLECK, Yvonne
12 MERKEL, Anja 24 KINZA, Sandra
19 BERNDANER, Christine 39 KRESSE, Miriam
23 KRUCK, Sabrina 71 GAEBEL, Susann
73 OSWALD, Christina
Sturm:
Sturm: 9 BÖHM, Laura
3 STROBL, Rosi 10 MAIER, Rebecca
4 RUMSWINKEL, Sandra 11 HILDEBRANDT, Michaela
6 SCHMID, WIltrud 19 KAMENIK, Nina
7 BABIAKOVA, Petra 21 GÖTZ, Susan
10 REINDL, Franziska 30 GIESSMANN, Katja
14 SCHNEELOCH, Malin 33 ZOBEL, Katja
15 RITTER, Nina 69 GRUNDMANN, Claudia
16 MOLLER, Nicole 78 SCHULZ, Susanne
17 MARKMANN, Anja 86 HÜBNER, Romy
20 JANKER, Andrea 92 FRIEDE, Jenny
21 OSTLER, Sabine 98 RÖRIG-NAESIGER, Sabrina
39 LANZL, Andrea
44 WRASE, Michaela Trainer
81 RIEZLER, Paola Robert Köppen
87 LANZL, Michaela
88 VOGG, Franziska
Tore:
17:39 1:0 RUMSWINKEL, Sandra (STROBL, Rosi - LANZL, Michaela)
19:59 2:0 RITTER, Nina (REINDL, Franziska - MOLLER, Nicole) PP1
25:30 2:1 GÖTZ, Susan (KAMENIK, Nina - FRIEDE, Jenny)
34:00 3:1 OSWALD, Christin (KRUCK, Sabrina - RUMSWINKEL, Sandra)
37:08 3:2 KAMENIK, Nina (GÖTZ, Susan)
38:08 3:3 FRIEDE, Jenny
44:17 4:3 RITTER, Nina (MERKEL, Anja - REINDL, Franziska) PP1
51:51 5:3 LANZL, Michaela (OSWALD, Christina - STROBL, Rosi)
59:46 6:3 SCHMID, WIltrud (LANZL, Andrea) ENG
Strafen:
05:45 MERKEL, Anja (SCR)
18:26 KINZA, Sandra (OSCB)
20:22 REINDL, Franziska (SCR)
20:59 BERNDANER, Christine (SCR)
26:08 HÜBNER, Romy (OSCB)
26:49 GRUNDMANN, Claudia (OSCB)
32:15 FLECK, Yvonne (OSCB)
39:35 REINDL, Franziska (SCR)
43:17 KINZA, Sandra (OSCB)
46:56 FRIEDE, Jenny (OSCB)
53:08 REINDL, Franziska (SCR)
31. März 2002 erschienen bei http://www.eishockeyinfo.de
Damen Titelverteidiger Kornwestheim nicht zu stoppen
Lady Kodiaks wenig gefordert und wieder im Finale
Mit einem ungefährdeten 5:1 Sieg im ersten Halbfinale hat sich Kornwestheim im ersten Halbfinalspiel erfolgreich auf den Weg zur Titelverteidigung gemacht. Zugute kam dem Team dabei der Spielverlauf. Bereits nach etwas mehr als 2 Minuten nutzte Steffi Frühwirt einen Stellungsfehler von Planeggs Torfrau aus kurzer Entfernung zur frühen 1:0 Führung. Danach fiel Kornwestheim jedoch mehr mit Strafzeiten als mit souveränem Spiel auf. Da auch Planegg keine besonderen Akzente setzen konnte, sahen die Zuschauer ein sehr mäßiges Drittel. Der Sekundenzeiger hatte im letzten Drittel noch keine ganze Runde gedreht, da war das Spiel bereits entschieden. Erneut Frühwirt und Sabine Rückauer erhöhten noch in der 21. Minute auf 3:0. Kornwestheim kontrollierte nun das Spiel und selbst dem zwischenzeitliche Anschlusstreffer von Monika Pink auf Zuspiel von Elke Wiegand und Bettina Tatzel (28. Min) änderte daran nichts. Keine zwei Minuten später erhöhte Sabine Rückauer mit einem Schlagschuss, den Torfrau Harrer unter dem Körper durchgleiten lies, auf 4:1. Einziger Höhepunkt dann im letzten Drittel der Treffer zum 5:1. Ansonsten schontenn sich die Lady Kodiaks bereits für das morgige Finalspiel, währenddem Planegg früh resignierte.
Stimmen zum Spiel:
Trainer Kürten: Ich bin vom Niveau des Spiels, insbesondere auch hinsichtlich meiner Mannschaft, schon enttäuscht.
Nicole Schmitten (Spielerin Bergkamen): Schade, da hätten wir sicherlich mehr Feuer machen können
TV Kornwestheim - ESC Planegg/Würmtal 5:1 (1:0 3:1 1:0)
Garmisch 30.03.2002 - 17:00Uhr
Strafzeiten: TVK 18 - ESCP 10
Überzahl : TVK 0/4 - ESCP 0/8
Zuschauer : 80
TV Kornwestheim ESC Planegg
Tor: Tor:
8 KREIS,Christina 1 HARRER, Viona
13 WARTOSCH-KÜRTEN Steffi 37 KERSCHER, Petra
Verteidigung: Verteidigung:
25 RÜCKAUER, Sabine 14 Meinicke, Franziska
30 ZIEGENHALS, Nina 21 TATZEL, Bettina
33 KÖRPER, Keshia-Sue 29 PIETROWSKI, Pia
55 LINDE, Nina 33 HEYNE, Silvia
69 SKIBA, Marlen 36 GRANDL, Katharina
Sturm: Sturm:
7 JUNG Jeanette 10 LUDWIG, Mirjam
10 MOLT, Corinna 12 GUDER, Sybille
14 LEHMANN; Kathrin 13 SEILER, Sara
16 BEHNKE, Miriam 17 KOLLAKOWSKI, Claudia
22 GRATZL, Lena 22 WIEGAND, Elke
20 KÜRTEN, Sandra 23 PINK, Monika
24 FRÜHWIRT, Stephanie 24 SPLITTER, Sabrina
88 GALLITTU, Sandra 25 SEBALD, Maria
41 ANGERMEIER, Veronika
Trainer 43 FARRAH, Jenny
KÜRTEN, Peter
Trainer
LEHMANN Michael
Tore:
02:03 1:0 FRÜHWIRT, Stephanie
20:10 2:0 FRÜHWIRT, Stephanie
20:45 3:0 RÜCKAUER, Sabine (FRÜHWIRT, Stephanie)
27:43 3:1 PINK, Monika (WIEGAND, Elke - TATZEL, Bettina)
29:39 4:1 RÜCKAUER, Sabine
44:25 5:1 KÜRTEN, Sandra (FRÜHWIRT, Stephanie)
Strafzeiten:
05:24 GRANDL, Katharina
07:05 RÜCKAUER, Sabine
11:09 BEHNKE, Miriam
11:58 ZIEGENHALS, Nina
11:58 TATZEL, Bettina
14:07 WARTOSCH-KÜRTEN Steffi
20:57 SKIBA, Marlen
20:57 WARTOSCH-KÜRTEN Steffi
25:02 Meinicke, Franziska
30:33 SKIBA, Marlen
31:54 LUDWIG, Mirjam
35:35 LUDWIG, Mirjam
36:45 FRÜHWIRT, Stephanie
40:37 JUNG Jeanette
30. März 2002 erschienen bei http://www.eishockeyinfo.de
Damen Finalturnier in Garmisch: Favoriten und Aussenseiter
Die Aussenseiter Berlin und Planegg hoffen auf ihre Chance
Als einziges Team der Bundesliga Nord konnten sich die Ladies aus Berlin in
der Zwischenrunde unter die ersten vier qualifizieren. Große Stärke des
Teams ist der siet Jahren gewachsene Stamm und die Ausgeglichenheit im Kader.
Die Mischung aus Jung und Alt führt hier nicht zur Grüppchenbildung,
vielmehr wird immer der große Zusammenhalt im Team betont. Möglich wohl
auch, weil die katastrophalen Trainingsbedingungen seitens des Landes Berlin
die Mädels zusammenhalten lassen. Weiteres Plus auf Berliner Seite ist
sicherlich Trainer Köppen. Im Tor ist Berlin mitHampel und Panse sicher nicht
schlechter besetzt als Riessersee. Die Verteidigung wird angeführt von
Nationalspielerin Kinza. Nicht zu verachten aber siet Jahren auch Yvonne
Fleck, die in der Vergangenheit selbst an normalen Tagen sogar für eine
Michaela Lanzl schon zur «Chinesischen Mauer» wurde. Zwar stehen nicht die
großen Namen im Team, jedoch wird dies in der Defensivarbeit mit viel
Herzblut ausgeglichen. Im Sturm liegen die Hoffnungen insbesondere auf Claudia
Grundmann. Fehlt sie, wird es gleich eng mit erfolgreichen Torschüssen.
Allerdings stehen nicht umsonst junge Spielerinnen wie Susann Götz, Romy Hübner,
Jenny Friede, Sabrina Röhrig und Nina Kamenik im Notizbuch des
Bundestrainers. Und im ersten internationalen Test der kommenden
Nationalmannschaftstalente in Frankreich waren es einige aus diesem Kreis, die
sehr positiv auffielen. Probleme wird Berlin bekommen, wenn es einem Rückstand
hinterherlaufen muss. Dies ist unter anderem auch ein Problem der
Chancenauswertung. Sollte jedoch eine Führung gelingen und lange gehalten
werden, könnte sich das Team in einen Rausch spielen. Plus: Ausgeglichenheit,
Unberechenbarkeit, Berlin hat es drin, an guten Tagen gegen jede Mannschaft zu
gewinnen. Minus: Diese Unberechenbarkeit bedeutet aber auch mangelnde
Konstanz. An nicht so guten Tagen sind auch Niederlagen gegen schwache Teams möglich.
Weiteres Minus: Als Favorit in ein Spiel zu gehen und dieses dann gestalten,
also agieren stattreagieren, zu müssen. Planegg: Die große Überraschung dürfte
die Qualifikation der Oberbayern für das Finalturnier sein. Ein Blick auf die
Scorerstatistiken der Vergangenheit lässt an deren Spitzen immer einen Namen
auftauchen: Sandra Rumswinkel. Gerade zu Beginn der Zwischenrunde wechselte
sie jedoch zum langjährigen Konkurrenten nach Riessersee. Was folgte, war
jedoch eine Trotzreaktion der verbleibenen Pinguine: Dabei extrem abhängig
von den überdurchschnittlichen Leistungen von Nationaltorfrau Harrer wurde
die Defensive noch mehr verstärkt und das Heil in schnellen Kontern gesucht.
Mit Elke Wiegand und dem während der Saison gekommenen Nachwuchstalent
Franziska Meineke stehen dafür auch zwei exzellente Spielerinnen zur Verfügung.
Im Tor ist Planegg mit Viona Harrer sicherlich nach Kornwestheim am zweitstärksten
besetzt. Zusammen mit einer konzentrierten Defensivleistung des Teams baut
sich ein wahrer Betonriegel vor dem eigenen Tor auf. Die Abwehr dürfte trotz
Nationalspielerin Grandl die größten Sorgen machen: Die routinierteste
Spielerin, Bettina Tatzel, bezahlt ihren Einsatz einfach zu oft auf Strafbank,
der restlichen Spielerinnen stellen in der Liga auf ihren Positionen zwar
guten Durchschnitt dar, bei einem Finalturnier kann dies aber einfach zu wenig
sein. Die Abwehrspielerinnen werden jedoch wie in wohl keinem anderen Team des
Finalturniers in ihrer Arbeit von den eigenen Stürmerinnen unterstützt.
Darunter leidet natürlich die Offensive. Konzept des Teams ist es, über den
einen oder anderen Konter zum erfolgreichen Abschluss zu kommen. Dafür stehen
schnelle und erfahrene Spielerinnen bereit. Um hier im Finalturnier
erfolgreich zu sein, muss jedoch die teilweise katastrophale Chancenauswertung
verbessert werden. Plus: Wile und Ausgeglichenheit. Die Manschaft wird sicher
unterschätzt und trifft im Halbfinale auf ein Kornwestheimer Team ohne
Kathrin Lehmann, weitere Hoffnung: ein möglichst lange gehaltenes
Unentschieden oder sogar eine Führung Minus: Das Team ist strafzeitenanfällig
und es fehlt ein wenig die Spielerin mit den zündenden Ideen und der Fähigkeit,
erfolgreich das Spiel alleine entscheiden zu können. Insbesondere bei Rückständen
fehlen die technischen und körperlichen Mittel, ein Spiel zu drehen.
Ein Artikel von Rainer Gmach
29. März 2002 erschienen bei http://www.eishockeyinfo.de
Damen Finalturnier um die deutsche Meisterschaft
Moskitos nehmen nach Protest ausser Konkurrenz teil
Am Osterwochenende findet in Garmisch-Partenkirchen die diesjährige
Dameneishockey-Bundesliga-Saison ihr Ende. Am Finalturnier nehmen neben
Vorjahresmeister Lady Kodiaks Kornwestheim und Gastgeber SC Moskitos Riessersee
auch die Planegger Pinguine und als einziges Team aus der Bundesliga Nord die
Ladies aus Berlin teil.
Favoriten sind sicherlich wieder die Lady Kodiaks Kornwestheim, bei denen zwar
aus der letztjährigen Meistermannschaft insbesondere Tina Evers (Wechsel nach
Kanada) und Susanne Fellner (verletzt) fehlen, die durch die Neuzugänge Nina
Linde und Kathrin Lehmann aber sicher nicht schwächer als im Vorjahr sein
werden. Auch die Zugänge unter der Saison, Diana Bruksch und Sandra Gallittu
machen das Team sicher eher noch ein Stück stärker. Theoretisch der größte
Konkurrent sind die Damen von Gastgeber Riessersee. Die im Vergleich zum letztjährigen
Endspiel personell erheblich verstärkten Moskitos (unter anderem die beiden
Nationalspielerinnen Nina Ritter und Sandra Rumswinkel) können allerdings nach
einem sportgerichtlichen Vergleich zu Beginn der Saison gar kein Meister werden
und nehmen in dieser Saison praktisch ausser Konkurrenz an der Runde teil, auch
wenn sämtliche Ergebnisse gewertet wurden. Zustande kam diese Situation, weil
im Gegensatz zum bisherigen solidarischen Verhalten Verhalten zwei Männerteams
beim Verband Protest dagegen einlegten, dass die Moskitos nach ihrem
Komplettumzug von Geretsried zum SC Riessersee nicht in der Landes-, sondern
gleich wieder in der Bundesliga starten sollten.
Seit Jahren als Geheimtipp werden dagegen die Ladies aus Berlin gehandelt. Grund
dafür ist die hohe mannschaftliche Geschlossenheit, die dieses Team an guten
Tagen durchaus jeden Gegner schlagen lassen kann. Dieser Teamgeist führte auch
das dritte Team aus der Bundesliga Süd in die Finalrunde. Die Planegger
Pinguine dürften die große, positive Überraschung der Runde sein.
Insbesondere nach dem Wechsel ihrer Topscorerin Rumswinkel zu Beginn der
Zwischenrunde nach Planegg stellte man sich die Frage, wie jetzt noch die
notwendigen Tore für die notwendigen Siege erzielt werden sollen.
Offensichtlich befreiten sich aber nun andere Spielerinnen aus dem langen
Schatten der gewechselten Nationalstürmerin und übernahmen erfolgreich die
Verantwortung. Bei einer konzentrierten Defensivarbeit, die diese Saison auf
eine gute Viona Harrer im Tor aufbaut, werden die Pinguine jedem Gegner alles
abverlangen.
Ein Artikel von Rainer Gmach
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