Chronik 1997/1998

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    Berichte rund um die Saison 1997/98


    19.09.1997

    Mannheimer Damen gewinnen Turnier in Berlin
    Erwartungsgemäß wies die Damenmannschaft des Mannheimer ERC die Konkurrenz beim Turnier OSC Berlin-Schöneberg in ihre Schranken und gewann souverän die zweitägige Veranstaltung. Zweitrangig vom Turnierendstand war es für alle Vertretungen eine willkommene Standortbestimmung. Auf jeden Fall wissen jetzt alle Mannschaften, woran es noch hapert. Die Begegnungen zwischen dem OSC Berlin, EC in Hannover und ES Weißwasser blieben stets bis in die Schlußminuten spannend. Dabei spielte Aufsteiger Hannover eine ausgesprochen gute Rolle. Die Niedersachsen schlugen Weißwasser zum Auftakt mit 3:1 und verloren gegen den OSC in den Schlußsekunden nur unglücklich mit 1:2. Da Berlin auch über Weißwasser knapp mit 4:3 triumphierte, war der Weg ins Endspiel frei. Dennoch scheint von dieser Gruppe Hannover am weitesten zu sein. Gestützt auf die beiden Nationalspielerinnen Evers und Wierscher hinterließ die Mannschaft einen kompakten Eindruck.
    In der Gruppe 2 gelang es dem MERC ungeschlagen zu bleiben (gegen Frankfurt 4:1 und Landshut 1:0). Zwar trat die Mannschaft bei weitem nicht komplett an, doch waren einige brauchbare Spielerinnen mit nach Berlin gekommen. Das genügte allemal um Landshut und Frankfurt zu distanzieren, obwohl sich beide nach besten Kräften wehrten. Landshut, durch Ramona Weiß und Rebekka Marenbach (beide Wiehl) verstärkt, besiegte den Absteiger Frankfurt mit 1:0. Frankfurt ließ erkennen, das ein Wiederaufstieg im Bereich des möglichen erscheint.
    Die Mannschaften aus der Gruppe 1 ließen in den ersten beiden Plazierungsspielen ihren Kontrahenten wenig Siegchancen. Weißwasser schlug Frankfurt mit 6:2 und im kleinen Finale bestätigte Hannover den guten Eindruck vom Vortag und schlug Landshut mit 7:4. Alles in allem mehr als ein Fingerzeig darauf, daß mit Aufsteiger Hannover nicht zu spaßen sein wird. Zum Abschluß des Turniers gaben die MERC-Damen dann doch eine eindrucksvolle Vistenkarte ab. Schnell führte man mit 4:0 (12.) und so war die Spannung verflogen. Am Ende stand es 7:2 und beide Mannschaften konnten zufrieden sein. Mannheim wurde seiner Favoritenrolle gerecht und der OSC verkaufte sich vor eigenem Publikum ebenfalls respektabel.
    (Auszug - Sven Kuschel, Eish.News Ausg. 39)

    Die Mannheimer Damen gaben zudem zwei weitere Vertstärkungen für die kommende Saison bekannt: Neu im Kader ist die Verteidigerin Kristine Maier (29) aus Darmstadt sowie die Stürmerin Maritta Becker (81) aus Heilbronn.


    09.11.1997

    Bundesliga Nord
    Nach 5 1/2 Stunden Busfahrt waren Hannovers Mädels psychisch und physisch noch im Bus und spielten mit unnötig viel Respekt gegen die Top besetzten Mannheimerinnen, so daß man durch mangelnde Konzentration schnell mit 0:4 zurücklag. Zwei weitere Tore im ersten Drittel machten dann schon alles klar. Torhüterin Susanne Steffens auf hannoverscher Seite (Sie vertrat die aus arbeitstechnischen Gründen nicht spielende Stammtorhüterin Anja Steingrobe) war dabei kein Vorwurf zu machen, da Sie stellenweise kläglich von ihren Vorderleuten im Stich gelassen wurde. Im zweiten Drittel besannen sich die Hannoveranerinnen dann und fanden zu alter Kampfkraft zurück und hielten deutlich besser dagegen. Der alte Kampfgeist machte die Mannheimer zusehendst mißmutiger, so daß sich immer mehr Abspielfehler einstellten die zu Chancen auf Seiten der Hannoveranerinnen führten. Einem klaren Treffer von Julia Wierscher wurde dabei die Anerkennung durch die sonst gut leitenden Schiedsrichter verweigert. Im letzten Drittel dann, kämpfte man erfolgreich gegen eine zweistellige Niederlage und mußte nur noch einen Gegentreffer hinnehmen. Überragend bei den mit Nationalspielerinnen gespickten Mannheimerinnen war wieder einmal die mit 3 Treffern beteiligte Maren Valenti. Aber generell wußten die ersten beiden Sturmreihen mit Valenti, Spring, Schaffrick, Becker und Scheytt, zu gefallen. Die weiteren Treffer für Mannheim erzielten (Scheytt 2x, Spring, Holliday, Becker und Schaffrick).
    (Turtle Presse)


    16:11.97

    Bundesliga Nord
    Der Mannheimer ERC, als souveräner Tabellenführer der Bundesliga Nord, baute mit einem 10:3 Heimsieg gegen die Damen des ES Weißwasser, am Samstag vor eigenem Publikum, die Führung weiter aus. Die Mädels aus der Lausitz kamen in Mannheim nicht an die Auswärtsstärke, die sie noch vor einer Woche in Grefrath bewiesen, heran und verloren zwei wichtige Punkte um Platz drei der Vorrunde, denn der EC in Hannover nutzte die wohl letzte Möglichkeit, mit einem 15:2 Sieg am gleichen Abend gegen die Bergkamener Bären um den begehrten 3. Platz der Vorrunde, der die Teilnahme an der Endrunde sichert.

    Grefrather EV - Mannheimer ERC 1:3 (1:2, 0:1, 0:0)
    Am Sonntag kam es dann zu der Spitzenbegegnung der Bundesliga Nord zwischen dem Grefrather EV (Tabellenzweiter) und dem Mannheimer ERC (Tabellenführer der BL-Nord). Trotz der 1:3 Niederlage konnte sich der Grefrather EV an diesem Sonntag Abend als moralischer Sieger fühlen. Der Tabellenführer aus Mannheim, angetreten mit vier aktuellen Nationalspielerinnen (Maritta Becker, Anja Scheytt, Natascha Schaffrik, Maren Valenti), hatte sich vorgenommen, gestärkt durch den Sieg vom Vortag gegen Weißwasser, auch die Damen aus Grefrath in ihre Schranken zu weisen. Im Stillen rechneten auch einige der Besucher und Verantwortlichen, mit einem klaren und deutlichen Sieg der Mannheimer Spielerinnen, deren erklärtes Ziel dieser Saison, der Gewinn der Deutschen Meisterschaft ist. Aus der erwarteten Überlegenheit wurde es jedoch nichts, denn die Grefrather Damen setzten den Tabellenführer von Anfang an unter Druck. Bereits in den ersten Spielminuten konnte Grefrath klare Torchancen herausspielen, scheiterten aber wie so oft in dieser Partie, an der Ex-Nationaltorhüterin Nadine Spanihel. Mannheim hielt dagegen, und kam seinerseits zu eigenen Chancen. In der 3. Spielminute gab es die erste Strafzeit. Es traf Rachel Thyßen (Grefrath) wegen Behinderung. Mannheim versuchte das darauf folgende Überzahlspiel zu nutzen und setzte Grefrath in der eigenen Spielhälfte unter Druck. Daß Mannheims Überzahlspiel letztendlich nicht zum erhofften Führungstreffer reichte, lag eindeutig daran, das Esther Thyßen im Tor von Grefrath ihre Klasse, die auch den Einsatz als Nationaltorhüterin rechtfertigt, erneut unter Beweis stellte. So hielt sie einen Schlagschuß und konnte die darauf folgenden vier Nachschüsse innerhalb weniger Sekunden abwehren. Beide Teams spielten zu diesem Zeitpunkt gleichwertig. Natascha Schaffrik gelang dann in der 7. Minute, den Gast aus Mannheim, mit 0:1 in Front zu bringen. Durch eine erneute Strafzeit (11.) aus dem Rhythmus gebracht, mußte Grefrath dann einen abgefälschten Schuß, erneut von Natascha Schaffrik (13.), zum 0:2 hinnehmen. Wer jetzt glaubte, Mannheim würde aufdrehen und Grefrath den Todesstoß versetzen, der wurde getäuscht. Grefrath’s Damen hielten dagegen und konnten der Partie zum Ende des ersten Drittels mehr Spielanteile abgewinnen. So gelang dann Stefanie Pütz, auf Zuspiel von "Nancy" v.d. Linden, in der 20. Minute der 1:2 Anschlußtreffer. Zuvor wurde ein Treffer der Grefrather Damen, von den Schiedsrichtern Schulz und Thom, als irregulär angesehen. So ging man mit einem 1:2 Rückstand in die Kabine. Nach der Drittelpause zeigte dann Mannheim Kampfeswillen und erstmals Überlegenheit im Spiel. Grefrath ließ sich im zweiten Drittel überwiegend in der eigenen Spielhälfte einschnüren und kam nur gelegentlich zu sehenswerten Kontern. Grefrath’s Stürmerin Miriam Thimm fehlte aber an diesem Abend das kleine Quentchen Glück und auch ein wenig Konzentration, denn einige, letztendlich erfolglose Möglichkeiten zum Ausgleich, gingen auf ihr Konto. In der 32. Minute erhöhte dann Maren Valenti im Unterzahlspiel (Maritta Becker saß 2 Min. wegen unkorr. Körperangriffs ab), auf Vorlage von Corinna Pelant, zum 1:3 Endstand. Das Tor war eines der wenig sehenswerten Einlagen der Nationalspielerin. Mit drei Strafzeiten an diesem Abend (9., 23., 43.), sonst mehr zuverlässige Torschützin, zeigte auch sie, wie einige ihrer Mitspielerinnen Nerven in diesem Prestige-Match. Im letzten Spieldrittel nahm dann Grefrath wieder das Ruder in die Hand. Auf den Anschlußtreffer hinarbeitend, brachten die Grefrather Damen, Mannheim ein um das andere mal, im eigenen Spielabschnitt in Verlegenheit. Aber auch hier fehlte den Grefrather Panthern das nötige Glück, Nadine Spanihel im Tor des Mannheimer ERC zu bezwingen. Es blieb beim 1:3, und Mannheim mußte mit der Erkenntnis abreisen, das zwar zwei Punkte gewonnen wurden, man aber in Grefrath nicht klar zu überzeugen wußte , sowie der Schritt zur Deutschen Meisterschaft, ein noch schwerer und langer Weg ist. Wenn eine Spielerin an diesem Abend voll zu überzeugen wußte, dann war es zweifelsfrei Esther Thyßen, die mit ihrem großen und spielerischen Einsatz, Grefrath eine höhere Niederlage (besonders im zweiten Drittel) erspart hat.
    (Martin Melich)


    Mannheim - Bergkamen 20:0 (6:0, 3:0, 11:0) - Tore: Valenti 6, Schaffrik, Becker, Scheytt je 3, Holliday 2, Weiß, Fischer, Pelant. - Zum Spiel: Was soll bei einem solchen Spielstand groß geschrieben werden? Für die größte Aufregung sorgte der MERC-Trainer Danilo Valenti, der nach zwei Jahren wieder an seine alte Wirkungsstätte zurückkehrte, als er angesichts einer 15:0-Führung (52.) und eigener &Üuml;berzahlsituation, die Torhüterin vom Eis nahm und durch eine sechste Feldspielerin ersetzte. Bergkamen war stocksauer, vermochte aber selbst das leere Tor nicht zu bezwingen! Statt dessen erhöhte Mannheim auf 20:0.


    07.12.1997

    Damen-Bundesliga
    In der Bundesliag Nord gab es an diesem Wochenende erneut eine Überraschung. Der Aufsteiger EC in Hannover siegte bei den Damen in Grefrath und konnte auf Platz zwei der Bundesliga Nord vorrücken. Mitkonkurrent Berlin rutschte nach der Heimniederlage gegen Mannheim von Rang zwei auf Rang vier. Das Tabellenbild wurde erneut gehörig durcheinandergewirbelt. Während der Mannheimer ERC weiterhin ungeschlagen (nach Siegen in Weißwasser und Berlin) die Tabelle der Gruppe Nord anführt, steht Bergkamen mit der Niederlage gegen Grefrath endgültig als erster Teilnehmer für die Relegationsspiele fest. Zwischen dem Schlußlicht und dem Tabellenführer entspannt sich noch mal ein heißer Kampf um die Plätze zwei und drei, die für die Teilnahme an der Endrunde ausschlaggebend sind. Hier hat Hannover gute Chancen, sich mit einem Sieg gegen Bergkamen, einen der beiden Plätze zu sichern. Weißwasser dürfte vom Papier (Spielpaarungen) her, wohl keine Möglichkeit mehr haben, den Relegationsspielen zu entgehen, denn Berlin kann sich in den letzten zwei Heimspielen gegen Grefrath und Bergkamen, den zweiten Tabellenplatz zurückerobern. Grefrath muß noch drei schwere Auswärtsspiele gegen Berlin, Weißwasser und Mannheim bestreiten. Der derzeitige dritte Platz ist somit noch stark in Gefahr und Grefrath muß Punkten um nicht in die Relegationsrunde zu gelangen. Für Spannung ist also bei den letzten Spieltagen in der Bundesliga Nord gesorgt.


    21.12.1997

    Damen-Bundesliga - Wettkampf-Saison 1997/98
    Nach Abschluß der Vorrunden und Eingang der Bewerbungsunterlagen der LEV-Vereine ergibt sich zur Zeit - vorbehaltlich der noch durchzuführenden Spielberichtsprüfung und evtl. vorzunehmender Spielwertungen sowie vorbehaltlich der Ergebnisse der laufenden Zulassungsverfahren für die LEV-Vereine - folgende Zusammensetzung der Endrunde und der Aufstiegsrunden:

    Bundesliga-Endrunde:
    Mannheimer ERC, ESG Esslingen, TuS Geretsried, OSC Berlin, EC in Hannover, ESC Planegg/Würmtal
    Aufstiegsrunde Nord:
    Grefrather EV, ES Weißwasser, EC Bergkamen, WSV Braunlage, TuS Wiehl, Frankfurter ESC
    Aufstiegsrunde Süd:
    Augsburger EV, DEC Tigers Königsbrunn, EV Landshut, EHC Memmingen, ESV Kaufbeuren
    Der Erstplatzierte der Landesliga Baden-Württemberg hat auf seinen Platz verzichtet, Nachrücker gab es keine. Die Aufstiegsrunde zur Bundesliga Süd wird daher nur mit 5 Mannschaften ausgetragen.
    (DEB)

    Die Entscheidung in der Bundesliga Nord, um die Plätze für die Endrunde, ist gefallen.
    Beim Auswärtsspiel in Mannheim mußte Grefrath eine 6:1 Niederlage hinnehmen. Somit haben die "Panther" aus Grefrath ihre letzte Möglichkeit verspielt, aus eigener Kraft noch an der Endrunde teilnehmen zu können. Da auch der OSC Berlin nichts anbrennen ließ und Bergkamen im eigenen Stadion mit 13:2 besiegte, war Grefrath’s letzte theoretische Chance auf eine Teilnahme auch hinfällig. Der Aufsteiger aus Hannover schaffte ohne nennenswerte Neuzugänge den Durchmarsch in die Endrunde, eine eindrucksvolle Leistung der "Turtles" ! Mannheim blieb in der Vorrunde ungeschlagen, genauso wie der amtierende Deutsche Meister, die ESG Esslingen in der Bundesliga Süd. Beide Teams gehen mit vier Pluspunkten in die Endrunde. Esslingen auf Grund des schlechteren Torverhältnis jedoch nur als Zweiter. Beide Mannschaften gelten als heiße Favoriten für das Endspiel um die Deutsche Meisterschaft in Mannheim. Doch auf dem Weg dahin müssen sie sich noch mit den Konkurrenten aus Geretsried, Berlin, Hannover und Planegg messen.
    (Martin Melich)


    19.01.1998

    End- und Aufstiegsrunden :
    In der Bundesliga-Endrunde gelang den Damen aus Geretsried ein kleiner Erfolg gegen den Tabellenführer aus Mannheim. Mit einem 2:2 und den ersten verlorenen Punkt, mußten am Samstag die Mannheimerinnen kurzzeitig die Tabellenführung an Esslingen, die in Hannover mit 5:1 gewannen, abtreten. Christina Oswald brachte Geretsried in Führung und das Team konnte den knappen Vorsprung bis in das letzte Spieldrittel halten. Dieses begann dann mit einem Doppelschlag von Mannheim. Kurz nach Anpfiff glich Mannheim aus und ging wenige Sekunden später sogar mit 2:1 in Front. Bis drei Minuten vor Spielende, sah Mannheim wie der Sieger aus, doch Christina Oswald schaffte dann mit ihrem zweiten Treffer, den nicht unverdienten Ausgleich. Bereits am Sonntag, mit einem ungefährdeten 6:1 Sieg in Planegg/Würmtal, eroberten sich die Mannheimer Damen den "Platz an der Sonne" zurück.


    23.01.1998

    Spitzenspiel zwischen Mannheim und Geretsried endet unentschieden. Titelverteidiger Esslingen souveräner 5:1-Sieger in Hannover.
    Eine kleine Überraschung in der Endrunde gab es bei der Begegnung TuS Geretsried und Mannheimer ERC. Der Favorit aus Mannheim mußte beim 2:2 (1:0, 0:0, 1:2)-Remis mit einem Punkt zufrieden sein und lange sah es sogar danach aus, als ob die Baden-Württembergerinnen gänzlich leer ausgehen würden. Das 1:0 von Christina Oswald (19.) hatte bis ins Schlußdrittel bestand. Als Monika Spring (41.) und Maren Valenti (42.) mit einem Doppelschlag ihre Mannschaft in Führung schossen, schien für die MERC-Damen der Damm gebrochen. Bis dahin vergaben sie reihenweise gute Einschußmöglichkeiten. Speziell im ersten Abschnitt baute Mannheim sehr viel Druck auf. "Besonders am Anfang hatten wir wahnsinnig viel Glück", befand dann auch Geretsried-Coach Oswald. Fügte aber gleich hinzu. "das Ergebnis ist schon korrekt, denn auch wir hatten zum Schluß die Möglichleit zu einem dritten Treffer. Alles in allem kann ich mit der Leistung meiner Mannschaft sehr zufrieden sein." Die Zufriedenheit ist verständlich, denn Geretsried schaffte in den Schlußminuten den Ausgleich (57.). Erneut war es Christina Oswald die die sehr gut disponierte Nadine Spanihel überwinden konnte. Sonntags gelang dem Mannheimer ERC dann wieder ein Erfolg, ohne jedoch beim ESC Planegg vollends zu überzeugen.

    (Eishockey-News Ausg. 04)


    25.01.1998

    End- und Aufstiegsrunde Bundesliga :

    Endrunde
    Die Damen des Mannheimer ERC führen weiter die Endrunde der Damenbundesliga an. Mit einem äußerst knappen 4:3-Sieg gegen Planegg/Würmtal, vor eigenem Publikum, behielten sie den 1-Punkte Vorsprung vor dem Serienmeister aus Esslingen, der erwartungsgemäß den Aufsteiger aus Hannover, im eigenen Stadion mit 9:1 besiegte. Einzigster Wermutstropfen für Mannheim - Center Maren Valenti wird wegen einem "Check von hinten mit Verletzungsfolge" an Bettina Aumüller, beim wichtigen Spiel gegen den amtierenden Deutschen Meister Esslingen, gesperrt sein. Die Damen aus Geretsried halten Anschluß und gelten nach ihrem 6:2-Heimerfolg über den OSC Berlin, als heißer Favorit für Platz 3. Hannover, Berlin und Planegg/Würmtal, alle mit einer Niederlage aus dem Wochenende gegangen, werden wohl den vierten Platz, der noch die Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft sichert, in den verbleibenden 4 Wochen, unter sich aus machen.


    06.02.1998

    Für die Pesky Kids wird es ernst. Im ersten Play-off-Spiel gegen Mannheim in der Eishockey-Bundesliga der Frauen tritt der amtierende Deutsche Meister ESG Esslingen am Sonntag um 19:30 Uhr in Mannheim an. Die Gastgeber belegten in der Bundesliga Gruppe Nord, den ersten Tabellenplatz und werden den Pesky-Kids in diesem Endrunden-Spiel einiges abverlangen. Zu den Stützen der Mannheimerinnen zählen Anja Scheytt, Natascha Schaffrik, Maritta Becker, Maren Valenti und Torfrau Nadine Spaniel. Die Pesky Kids gehen aber mit Optimismus an die Aufgabe heran. Fans können wieder im Mannschaftsbus mitfahren. Abfahrt ist um 15:00 Uhr am Bahnhof Oberesslingen.
    (Esslinger Zeitung)


    09.02.1998

    Endrunde und Qualifikationsrunden Bundesliga
    Die Bundesliga-Endrunde nähert sich ihrem Ende und dem großen Finale (Deutsche Meisterschaft) in Mannheim. Das Wochenede brachte eine gerechte Punkteteilung 1:1 (0:0, 1:0, 0:1) zwischen dem Titelaspiranten Mannheim und dem Titelverteidiger Esslingen. Das Spitzenspiel am Sonntagabend versprach Spannung und diese wurde auch von beiden Teams geboten. Die Mannheimer Führung erzielte Natascha Schaffrik und Esslingen konnte den Ausgleich erst im letzten Drittel durch Alexandra Schulz erzielen. Tormöglichkeiten gab es für beide Teams reichlich, doch die beiden Goalies Stefanie Kürten (Esslingen) und Nadine Spanihel hatten einen Spitzentag und ließen die Stürmer an diesem Abend ein um das andere mal verzweifeln. Mannheim behielt die Tabellenführung mit einem Punkt vor Esslingen und das Rückspiel, am kommenden Samstag, sorgt so noch einmal für Spannung in der Endrunde. Mannheim wird wieder mit Maren Valenti (Spieldauerdisziplinarstrafe) antreten können, so daß beide Teams in Bestbesetzung auflaufen. Die Damen des TuS Geretsried haben nach zwei Siegen, den dritten Platz in der Endrunde sicher. Nach der Niederlage von Esslingen in Berlin (letzte Woche), waren sie diesmal Gast in der Bundeshaupstadt. Geretsried ließ jedoch nichts anbrennen und war spielbestimmend in Berlin 1:6 (0:1, 0:2, 1:3). Nationalspielerin Sabrina Kruck brachte Geretsried mit 1:0 in Führung. Gegen die spielfreudigen bayerischen Spielerinnen, hatte Berlin nicht viel entgegenzusetzen. Besonders stach wieder Rekordnationalspielerin Christina Oswald hervor, die mit drei Toren ein Garant für den Erfolg war. Die restlichen Treffer für Geretsried erzielten Andrea Weißbach und Michaela Lanzl. Für Berlin traf Sandra Kinza. Auch im zweiten Auswärtsspiel blieb Geretsried erfolgreich. Der Aufsteiger Hannover wurde mit 5:2 geschlagen (siehe Bericht). Hannover verspielte mit der Niederlage gegen Geretsried, die letzte Möglichkeit an der Deutschen Meisterschaft teilzunehmen. Berlin behauptet noch den vierten Platz, jedoch haben die Damen aus Planegg/Würmtal (dieses Wochenende spielfrei) noch die Möglichkeit, Berlin von der Teilnahme an der DM zu verdrängen.


    Die Esslingerinnen kamen in Mannheim zu einem hart erkämpften 1:1 Unentschieden.
    Gute Ausgangsbasis für die Pesky-Kids - Esslingen (kab) - Ein gerechtes 1:1 (0:0, 1:0, 0:1) - Unentschieden erkämpften sich die Eishockey-Frauen der ESG-Esslingen beim ERC Mannheim in der Play-off-Runde der Bundesliga. In einer von Technik und Kampfgeist geprägten Partie waren die beiden Torhüterinnen Stephanie Kürten (Esslingen) und Nadine Spaniel (Mannheim) die entscheidenden Spielerinnen. Das Tor für die Pesky-Kids erzielte Alexandra Schulz. Die ESG-Frauen hatten im ersten Drittel nach einigen schönen Kombinationen mehr Torchancen. Im zweiten Durchgang kamen die Mannheimerinnen besser ins Spiel und gingen in der 30. Minute durch Natascha Schaffrik mit 1:0 in Führung. Im Schlußdrittel präsentierten sich die Gäste aus Esslingen äußerst kampfstark. Die Begegnung stand zu diesem Zeitpunkt auf hohem Niveau. In der 50. Minute war es dann Alexandra Schulz, die zum verdienten 1:1 Ausgleich die Scheibe im Tor unterbrachte. "Dieses Unentschieden hat sich die Mannschaft durch Einsatz und Willen erarbeitet", bilanzierte Pesky-Trainer Kürten. Von der Niederlage in Berlin haben sich die Pesky Kids also nicht aus der Fassung bringen lassen. Jetzt brennt das Esslinger Team auf das Rückspiel gegen Mannheim am kommenden Wochenende in Esslingen im Richard Hirschmann Eisstadion.
    (Esslinger Zeitung)


    10.02.1998

    Spitzenbegegnung Mannheim - Esslingen endet 1:1 - Geretsried mit zwei souveränen Erfolgen in Berlin und Hannover
    (S.K.) Am vergangenen Wochenende standen in der Endrunde der Damen drei wichtige Begegnungen auf dem Programm. Geretsried mußte zu zwei Spielen nach Berlin und Hannover, für die es um die letzte Chance auf’s Halbfinale ging. Außerdem kam es zum ersten Aufeinandertreffen von Mannheim und Esslingen. Beim OSC Berlin-Schöneberg traten die "Moskitos" vom TuS Geretsried hochkonzentriert an. Schließlich war man von der sensationellen 1:3 Niederlage Esslingens aus der Vorwoche noch genügend gewarnt. Bereits nach wenigen Sekunden brachte Sabrina Kruck Geretsried in Führung und auch in der Folgezeit blieb man das tonangebende Team. Der Gast stand kompakt in der Abwehr und war beweglich im Angriff, so hatte Berlin nicht den Hauch einer Siegchance, um gegen die Oberbayern zum Erfolg zu kommen. Insgesammt waren die Berlinerinnen sehr beeindruckt vom Auftreten des TuS Geretsried, hieß es von Stürmerin Michaela Hildebrandt, die den "Moskitos" auch gute Chancen in den Finalspielen zutraut. Die weiteren Tore erzielten Sandra Kinza für Berlin sowie Christina Oswald 3, Andrea Weißbach und Michaela Lanzl für Geretsried. Sonntagmittag mußte Geretsried in Hannover dem Zweiten noch auf die Finalteilnahme hoffenden Nordligisten Paroli bieten. Doch trotz der Reisestrapazen agierte man am Hannoveraner Pferdeturm wie ein Spitzenteam. Eine im Powerplay erlangte frühe 1:0-Führung (6.), Christina Oswald traf nach 4 Sekunden des Überzahlspiels von der blauen Linie, gab dem Gast natürlich noch mehr Selbstvertrauen. Darüber hinaus war die Abwehr von Geretsried "wieder einmal das Herzstück der Bayern", fand Hannovers Trainer Matthias Fuchs, wo sich auch eine leichte Resignation heraushören läßt. Schließlich schlägt Hannovers Herz im Angriff. Für die Vorentscheidung sorgte ein Doppelschlag (28.) von Andrea Weißbach und Franziska Reindl. Erst nach dem 4:0 (Rosi Strobl) wurde Hannover für seine Angriffe mit einem Tor durch Julia Wierscher belohnt. Im Schlußabschnitt trafen dann noch Michaela Lanzl (51.) für Geretsried und Nina Ritter (56.) für Hannover zum Enstand von 2:5. Mit der Niederlage mußte Hannover seine Träume auf einen Halbfinaleinzug endgültig begraben. "Trotzdem überwiegt bei uns die Freude über das Erreichte. Immerhin sind wir als Aufsteiger bis in die Endrunde vorgestoßen", war Trainer Fuchs keineswegs frustriert. Das absolute Highlight des Wochenendes sollte Sonntagabend in Mannheim zwischen dem MERC und der ESG Esslingen über die Bühne gehen. Und die beiden großen Meisterschaftsfavoriten erfüllten die in sie gesteckten Erwartungen. Über die gesamte Spielzeit war es eine gutklassige und vor allem sehr spannende Begegnung. Besonders die beiden Torhüterinnen Nadine Spanihel (MERC) und Stephanie Kürten (ESG) drückten der Partie den Stempel auf, denn die Stürmerinnen beider Mannschaften scheiterten immer wieder an den Goalies. Mannheim verkraftete das Fehlen von Maren Valenti, die eine Sperre absitzen mußte, ganz gut und bot dafür Corinna Pelant im Angriff auf. "Ihre Ruhe im Abschluß hätte uns aber möglicherweise das eine oder andere Tor beschert", sah Mannschaftsleiter Steffen Pfreundschuh einen Grund für die geringe Torausbeute. Auf Esslinger Seite konnte, wie schon erwähnt, die in der letzten Woche angeschlagene Stephanie Kürten wieder das Tor hüten und das tat sie dann auch ausgezeichnet. Nur einmal wurde sie überwunden. Nationalmannschaftskollegin Natascha Schaffrik fand den Weg ins Tor. Im letzten Abschnitt verstärkte der Titelverteidiger seine Bemühungen nochmals und drängte so auf den Ausgleich. Der fiel dann auch zur großen Freude der zahlreich mitgereisten ESG-Fans durch Alexandra Schulz. Insgesamt eine verdiente Punkteteilung.
    (Eishockey News)


    13.02.1998

    Pesky Kids empfangen im Play-off-Rückspiel den ERC Mannheim - Planungen für die Endrunde laufen bereits. ESG gibt Gas: Erst beim Kart, dann auf dem Eis
    Esslingen (kab) - Spannung pur. Morgen abend 18:30 Uhr steigt im Richard Hirschmann Eisstadion auf der Neckarinsel das Spitzenspiel in der Eishockey-Play-off-Runde der Frauen zwischen den Pesky Kids Esslingen und Bundesliga Tabellenführer ERC Mannheim. Dabei treffen die Nationalspielerinnen Maren Valenti (letzte Saison noch bei der ESG), Anja Scheytt, Natascha Schaffrik und Marita Becker (alle MERC) auf die Geschwister Kürten und Steffi Frühwirt. Das Hinspiel vor einer Woche endete 1:1. "Das Heimspiel in Esslingen wollen wir unbedingt gewinnen", war von den Pesky Kids zu hören. Das Unentschieden hat warscheinlich nochmals einen Motivationsschub gegeben und kann über Sieg oder Niederlage entscheiden. ESG-Trainer Kürten hat sich schon mehrere Varianten einfallen lassen, um den Tabellenführer vom Thron zu stürzen. Mitentscheidend werden die Zuschauer auf der Neckarinsel sein, denn Manager Erich Kalmbach weiß: "Wir haben die besten Fans in Deutschland und mit deren Unterstützung schlagen wir die Badener." Die Fans der Pesky-Kids können sich unabhängig vom Ausgang der Partie schon auf die Endrunde (28. Februar und 1. März in Mannheim) einstimmen. Mannheim, Esslingen und Geretsried sind qualifiziert, der vierte Teilnehmer wird noch ermittelt. Zur Einstimmung auf das Spiel gegen Mannheim gehen die Pesky Kids heute abend zum Kartfahren nach Ebersbach. Die Mannschaft wurde von Kart-Bahn-Besitzer Ulrich Schütze eingeladen.
    (Esslinger Zeitung)

     


    15.02.1998

    Bundesliga-Endrunde
    Der OSC Berlin erkämpfte sich beim ESC Planegg/Würmtal ein 5:5 Unentschieden. Dieser "kleine Erfolg" sicherte den Berlinerinnen die Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft in Mannheim. Mit dem erreichten vierten Platz, spielen sie neben Mannheim, Esslingen und Geretsried am 28.02. und 01.03. die Deutsche Meisterschaft aus. Mannheim steht nach dem Auswärtserfolg in Esslingen als Tabellen-Erster fest und spannend wird es noch einmal um den zweiten Platz. Geretsried kann durch einen Sieg (Punktgewinn) in Mannheim, bei gleichzeitigen Punktverlust (Niederlage) von Esslingen gegen Berlin, den zweiten Tabellenplatz erreichen.

    Der Mannheimer ERC setzte sich in Esslingen knapp mit 3:2 durch. Pesky Kids verspielten eine 2:0 Führung
    Esslingen (wen) - Im Spitzenspiel der Damen-Eishockey-Endrunde unterlagen die Pesky-Kids auf eigenem Eis dem Mannheimer ERC mit 2:3 (0:0 2:2 0:1). Damit bleiben die Mannheimerinnen Tabellenerster vor der ESG Esslingen und sind damit auch Favorit auf die am Monatsende in Mannheim stattfindende Endrunde um die deutsche Meisterschaft. Im ersten Drittel ging die Taktik von ESG-Coch Peter Kürten voll auf, denn er hatte für die Spitzenspielerinnen des MERC Manndeckung angeordnet. So bewachte Diana Brucksch Maren Valenti und Andrea Karrer kümmerte sich um Maritta Becker, die beide ohne Torerfolg blieben. Als Sandra Kürten in der 22. Minute der Führungstreffer gelang und Steffi Frühwirt bei Ü,berzahlspiel auf 2:0 (31.) erhöhte, glaubten die ESG-Fans an eine Vortentscheidung, doch die Gäste erhöhten den Druck. Anja Scheydt sorgte innerhalb von 90 Sekunden (32. 33.) mit zwei Toren für den 2:2 Ausgleich. Im Schlußabschnitt entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, wobei auch die ESG noch Chancen zum Sieg hatte, doch der MERC blieb gefährlich und erzielte durch Natascha Schaffrik (49.) die 3:2 Führung. Die Pesky Kids versuchten zwar alles, um den Ausgleich zu erreichen, doch Mannheim schaukelte den Vorsprung über die Zeit. Vom Spiel begeistert war auch Nationaltrainer Rainer Nittel: "Das war Fraueneishockey auf höchstem Niveau, wobei die ESG durchaus ein Unentschieden verdient hätte." ESG-Coch Peter Kürten war mit dem Spiel aber nicht mit dem Ergebnis zufrieden: "Wir waren nahe dran. Die Meisterschaft ist noch offen", so Kürten, der den Titel noch lange nicht abgeschrieben hat. "Wir hätten gerne gewonnen, aber Mannheim ist unheimlich stark", trauerte Manager Erich Kalmbach den verlorenen Punkten nach. Tore für die ESG: Sandra Kürten, Stephanie Frühwirt (je 1)
    (Esslinger Zeitung)


    23.02.1998

    Endrunde beendet, Teilnehmerfeld für die Deutsche Meisterschaft komplett !
    Am letzten Spieltag der Bundesliga-Endrunde, gab es eindrucksvolle Siege der Meisterschaftsfavoriten Esslingen und Mannheim gegen ihre Mitkonkurrentinnen bei der Deutschen Meisterschaft. Die Pesky Kids aus Esslingen, noch amtierender Deutscher Meister, revanchierten sich für die Auswärtsniederlage in Berlin, vor eigenem Publikum mit einem 8:0-Sieg über den OSC Berlin. Die Hauptstädterinnen hatten sich bereits am letzten Spieltag, als Tabellenvierter für die Deutsche Meisterschaft qualifiziert. Auch der Tabellendritte mußte sich an diesem Wochenende der Mannheimer Überlegenheit geschlagen geben. Mit 10:2 setzte sich die Damen des Mannheimer ERC gegen Geretsried durch. Alle vier Mannschaften stehen sich in einer Woche erneut gegenüber. Im Halbfinale muß Berlin dem haushohen Favoriten Mannheim Paroli bieten und die Pesky Kids treffen im Halbfinale auf Geretsried. Auch wenn es nach einem Endspiel zwischen Mannheim und Esslingen aussieht, die Halbfinals unterstehen ihren eigenen Gesetzen und es dürfte kein leichtes Unterfangen für die Favoriten werden. Spannende Spiele sind garantiert, und jeder Freund(in) des Dameneishockey’s wird am kommenden Wochenende in Mannheim am besten aufgehoben sein. Die letzte Begegnung der Endrunde ging mit einem klaren Heimspielsieg für Planegg aus. Der in dieser Saison so erfolgreiche Aufsteiger EC in Hannover, verlor sein letztes Spiel mit 7:2 und verabschiedet sich damit als Tabellenletzter, hinter Planegg/Würmtal, aus der Bundesliga-Endrunde.


    04.03.1998

    Deutsche Meisterschaft: Esslingen zum vierten Mal in Folge Meister - Die "Pesky Kids" bezwingen Gastgeber Mannheim im Finale mit 6 :3
    (SK) - Der alte Meister ist auch der neue Meister - und das nun schon zum vierten Mal in Folge ! Die "Pesky Kids" der ESG Esslingen gewannen durch eine geschlossene Mannschaftsleistung das Endspiel gegen den Mannheimer ERC mit 6:3 (3:2, 2:0, 1:1). Zuvor sicherte sich der TuS Geretsried durch ein 3:0 (1:0, 1:0, 1:0) über den OSC Berlin-Schöneberg die Bronzemedaille. In den Halbfinals bezwang Mannheim den Hauptstadtverein Berlin mit 4:1 (1:0, 1:0, 2:1) und Esslingen blieb über Geretsried mit 3:1 (1:0, 1:0, 1:1) erfolgreich. Die Halbfinals - Bevor sich Mannheim und Esslingen im Endspiel gegenüberstehen konnten, hatten beide Mannschaften in ihren Halbfinalspielen eine Menge Arbeit zu verrichten. Das erste Halbfinale zwischen den Nordligisten Mannheimer ERC und OSC-Berlin-Schöneberg war von großer Nervosität geprägt. Trotz einer frühen 1:0-Führung (Kerstin Fischer/3.) konnte Mannheim die Begegnung nie beruhigen. Wie nervös einige MERC-Cracks waren, zeigten die unzähligen Stockfehler und ungenauen Pässe. Berlin spielte seinerseits eine hervorragende Partie. Ohne Angst vor dem großen Favoriten und in der Defensive sehr aufmerksam, gestattete man dem MERC wenige Einschußmöglichkeiten. Bei besserer eigener Chancenverwertung wäre für die Berlinerinnen noch mehr als nur ein respektables Ergebnis herausgesprungen. So aber entschied der Treffer zum 3:1 von Maritta Becker (48.) die Partie. Maren Valenti (54.), sorgte mit einem satten Schlagschuß für den Schlußpunkt. Das weitaus bessere Halbfinale boten die ESG Esslingen und TuS Geretsried. Zwar erwischte der Titelverteidiger einen Traumstart, weil Stephanie Frühwirt bereits nach 17 Sekunden erfolgreich war, doch Geretsried zeigte sich davon keineswegs beeindruckt. In den Schlußsekunden des ersten Drittels vergaben zunächst Michaela Lanzl und danach zweimal Christina Oswald den Ausgleich. Ihre Bemühungen fanden bei ESG-Goalie Steffi Kürten ein Ende, die mit einer Reihe von Glanzparaden die knappe Führung behauptete. Den vergebenen Chancen trauerte Geretsried später noch nach, denn Esslingen stellte sich im weiteren Spielverlauf besser auf die "Moskitos" ein und drängte auf eine Vorentscheidung. Mehr als das 2:0 (25.) durch Sabine Kürten gelang aber nicht, doch die Sonderbewachung von Michaela Lanzl zeigte Wirkung. Gefährliche Torszenen hatte sie keine mehr. Die endgültige Entscheidung fiel in der 48. Minute, als Sandra Kürten aus dem Bully heraus den Puck ansatzlos unter die Querlatte jagte. Bis auf den Ehrentreffer für Geretsried (Rosi Strobl/56.) blieben alle weiteren Versuche auf beiden Seiten erfolglos. Spiel um Platz drei - Zuvor gewannen im Spiel um Platz drei die Geretsrieder "Moskitos" über den OSC Berlin-Schöneberg mit 3:0. Der Sieg ging in Ordnung, denn der Unterschied zwischen beiden Kontrahenten hatte einen Namen: Michaela Lanzl. Sie erzielte zwei Treffer (18./56.) und bereitete das Tor von Andrea Weißbach (25.) vor. Johann Oswald, Trainer vom TuS, war mit dem dritten Platz durchaus zufrieden: "An den Finalspielen teilnehmen zu dürfen, ist Beleg der guten Arbeit über die gesamte Saison hinweg. Für mehr als den dritten Platz war unsere Chancenverwertung aber zu schlecht." Das Endspiel - Das von vielen mit Spannung erwartete Traumfinale zwischen Herausforderer Mannheimer ERC und Titelverteidiger ESG Esslingen brachte nicht das von den knapp 1.500 Zuschauern erhoffte Eishockeyfest. Vielmehr lebte die Begegnung von der Dramatik und zog ihren Unterhaltungswert aus den vielen Toren. Esslingen gewann die Partie nach den Eindrücken aus den Halbfinalbegegnungen noch nicht einmal überraschend, wenn auch die Punktspielserie Mannheim als stärkstes Team hervorbrachte. Der fünfte Esslinger Titelgewinn, davon der vierte in Folge, hatte seinen Ursprung in einer homogeneren Spielweise, in der jede Spielerin ihre Aufgaben erfüllte. Dagegen wirkte Mannheim wie schon am Vortag, übernervös und agierte völlig verkrampft, verzettelte sich dabei oftmals in Einzelaktionen und verlor dadurch die Kontrolle über die Partie. Beide Mannschaften offenbarten jedoch auch unerwartete Schwächen in der Defensivarbeit, woraus eine Vielzahl von guten Einschußmöglichkeiten entsprang und es festzustellen bleibt, daß sich Titelverteidiger Esslingen einen Tick weniger Fehler leistete. Zum Spielverlauf: Den besseren Auftakt hatte Mannheim und das nicht nur wegen der frühen Führung durch Anja Scheytt (5.). Es schien, als hätte der MERC allen Ballast in der Kabine gelassen, aber ausgerechnet das erste Überzahlspiel (10./11.) brachte das Angriffsspiel zum erlahmen. Zum einen strahlte ESG-Goalie Steffi Kürten selbst in größter Hektik noch Ruhe aus, zum anderen wirkte das Powerplay ideenlos und zu statisch. Als wenige Minuten später Marlen Skiba bei einem Break gleich mehrmals ungehindert aufs Tor schießen durfte, war der Ausgleich (14.) gefallen. Mannheims Souveränität war nun vollends abhanden gekommen und Esslingen meldete sich 50 Sekunden später mit der 2:1-Führung (14.) durch Sandra Kürten endgültig zurück. Keine weitere Minute später schlug Mannheim durch Maren Valenti (15.) zurück. Jetzt war es ein offener Schlagabtausch, in denen beide Torhüterinnen mitunter Kopf und Kragen riskieren mußten, weil ihre Vorderleute allzu sorglos vor dem eigenen Tor verteidigten. Esslingens größtes Plus war das Überzahlspiel. Drei Treffer in fünf Versuchen - eine Traumquote ! Dabei war das System ganz einfach: Knallharte Schlagschüsse von der blauen Linie und dann auf Abpraller lauern. So sorgten Sandra Kürten (20.) und Andrea Karrer (32.) für die 4:2-Führung, während bei Mannheim selbst klarste Chancen nicht genutzt wurden. Bezeichnend: Maritta Becker schoß aus zwei Metern am (fast) leeren Tor vorbei, denn Steffi Kürten lag schon am Boden und hätte keine große Abwehrchance gehabt. Wie es besser gemacht wird, zeigten die ESG-Angreiferinnen. Stephanie Frühwirt (36.) und zur endgültigen Entscheidung Diana Bruksch (50.) bestraften die MERC-Fehler im Aufbauspiel gnadenlos und trafen genau in die Torecken. Die zwischenzeitlich nach dem 3:5 durch Maritta Becker (43.) aufkeimenden MERC-Hoffnungen brachten nichts ein. Esslingen verteidigte sein Tor gegen den nur noch über Einzelaktionen angreifenden MERC ohne größere Probleme und brachte das Spiel sicher nach Hause. Stimmen zum Spiel - Nach der Begegnung war der Jubel im Esslinger-Lager natürlich riesig. Meister-Coach Peter Kürten freute sich vor allem darüber, daß seine Schützlinge im entscheidenden Augenblick topfit waren, "was nach einigen Schwächephasen während der Saison von der Moral in der Mannschaft spricht." Den Erfolg ausgerechnet beim Herausforderer Mannheim bestätigt zu haben, wird einigen ESG-lern wohl eine Genugtuung gewesen sein. MERC-Trainer Danilo Valenti zeigte sich als fairer Verlierer und erkannte den Erfolg von Esslingen neidlos an. "Das Endspiel war unser Wunsch. Wir waren immer bestrebt, das Beste zu zeigen und jedes Spiel zu gewinnen. Wenn es ausgerechnet im Endspiel die einzige Saisonniederlage gibt, weil wir zu viele individuelle Fehler machten, dann können wir auch nicht Meister werden."
    (Eishockey-News Ausgabe 04.03.)


 

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