DM 1997/1998 - Berichte II

 Archiv |  Chronik 1997/1998 |  Ergebnisse, Tabellen 97/98 
 Deutsche Meisterschaft 97/98 I |  Deutsche Meisterschaft 97/98 II |  DM 98 Spiele |  Letzte Änderung:  Saturday, 27-Apr-2002 15:29:31 CEST

    Presse-Spiegel und Statistiken 

    Quelle : Deutsches Damen-Eishockey : http://www.dameneishockey.com


     Presse - Raum Esslingen 

    Esslinger Zeitung 02.03.98
    Im Finale bezwangen die Damen der ESG-Esslingen den Mannheimer ERC - Jubel kannte keine Grenzen - Trainer Kürten überglücklich.
    6:3 - Die Pesky Kids machten Ihr fünftes Meisterstück (von Katja Köhler) - Mannheim - Für die Pesky Kids hat sich ein Traum erfüllt. Die Eishockey-Spielerinnen der ESG Esslingen holten sich im alten Mannheimer Eisstadion zum insgesammt fünften Mal und zum vierten Mal in Folge den deutschen Meistertitel. Sie besiegten gestern abend im Finale die Gastgeberinnen vom Mannheimer ERC mit 6:3 (3:2, 2:0, 1:1) und sicherten sich damit den Liga-Rekord. ESG-Trainer Peter Kürten stand die Erleichterung ins Gesicht geschrieben. "Ich bin überglücklich", jubelte er, "der Wille der Mannheimer hat gegen das Esslinger Herz verloren". Die Mannheimerinnen waren nach einem souveränen 4:1 Halbfinal-Sieg über den OSC Berlin als Herausforderer in das Finale gegangen, scheiterten aber an ihren eigenen Nervern. "Ich bin nicht zufrieden", monierte MERC-Coach Danilo Valenti, "wir haben einfach zu viele Fehler gemacht." Trotzdem machte Kürten den Mannheimerinnen ein Kompliment: "Noch nie sind wir von jemandem so unter Druck gesetzt worden. Die ersten acht Minuten hat uns das sehr zu Schaffen gemacht." Seine Schützlinge hatten im Halbfinale ganz schön zittern müssen ehe das 3:1 gegen Angstgegner Tus Geretsried geststand. Beide Mannschaften spielten im Finale offensic, engagiert und hart. Mannheim setzt Esslingen von Beginn an unter Druck, doch die ESG bewährte sich schließlich als die souveränere Mannschaft und nutzte die Abwehrschwächen der Mannheimerinnen. Die Gastgeberinnen spielten sehr nervös und verkrampft und waren der homogenen Spielweise der Titelverteidigerinnen nicht gewachsen. Das erste Drittel entwickelte sich zu einem wahren Tor-Feuerwerk und wurde zur Grundlage des Esslinger Sieges. Nach Zuspiel von Anja Schnetz und Marita Becker nutzte Mannheim die erste Chance. Anja Scheytt traf zum 1:0 für den MERV (5.). Die nächsten drei Tore fielen stakkatoartig. Marlen Skiba erzielte den 1:1 Ausgleich (14.) nach einem Paß von Silke Augst. 50 Sekunden Später nahm Stephanie Frühwirt Petra Weber den Puck ab, paßte zu Sandra Kürten und die vollendete zum 2:1 für Esslingen. Die Mannheimerin Maren Valenti schoß nur 44 Sekunden später den 2:2 Ausgleichstreffer. Sandra Kürten sicherte mit einem Nachschuß die 3:2 Führung zur Pause. Im zweiten Drittel setzten die Esslingerinnen Mannheim unter Druck. Die Pesky Kids brachten eine konstante Leistung, während sich der MERC auf seine Einzelkämpferinnen Maren Valenti, Marita Becker und Anja Scheytt verließ. Andrea Karrer erzielte im zweiten Nchschuß das 4:2 (32.), Stephanie Frühwirt nutzte den freien Torraum aus 15 Metern zum 5:2. Lediglich zu Beginn des dritten Drittels ließ der 3:5 Anschlußtreffer von Marita Becker Mannheim nochmals hoffen. (43.), doch Diana Brucksch vollendete zum 6:3 (50.). Der Jubel bei den Esslingerinnen nach der Schlußsirene kannte keine Grenzen. Die Pesky Kids lagen sich in den Armen und feierten ihren Triumph überschwenglich. Troschützen ESG Esslingen: Skiba, Sandra Kürten (2), Karrer, Frühwirt, Brucksch (1)

    Esslinger Zeitung 02.03.98 - DM-Splitter
    Trauma: ESG-Trainer Peter Kürten wischte sich nach dem 3:1 Halbfinalsieg über den TUS-Geretsried den Schweiß vom Gesicht:"Ich bin hoch zufrieden, aber völlig fertig", seufzte er, "das Schlimmste haben wir jetzt hinter uns."Geretsried war der Angstgegner, "aber jetzt dürften wir das Trauma überwunden haben".
    Reiselustig: Wenn die Pesky Kids eine Reise tun, dann sind sie nicht allein. Insgesamt 68 Personen brachte Mannschaftsbetreuer Erich Kalmbach im Hotel der 16köpfigen Mannschaft unter. Der Rest der Begleiter-Crew rekrutierte sich aus Betreuern, Funktionären und natürlich Fans. Am Sonntag im Mannheimer Eisstadtion wurden sogar an die 150 Esslinger gezählt.
    Abgesahnt: Nach dem gewonnenen Finale sahnten die Esslinger Frauen nocheinmal ab- nämlich als die besten Spielerinnen des Tuniers gekür(ten) wurden. Sandra Kürten erhielt die Auszeichnung als beste Stürmerin, Sabine Kürten als beste Verteidigerin auf der rechten Seite und Stephanie Kürten wurde zur besten Torhüterin gewählt.
    Weitblick: Frauen Nationaltrainer Rainer Nittel war im Mannheimer Eisstadion auf Beobachtungsposten. "Hier wird die Sichtung für die Qualifikation für die A-Weltmeisterschaft 1998 in Finnland abgeschlossen", sagte Nittel. Die Qualifikationsrunde findet vom 23. bis 25. März in Füssen statt. Was das Esslinger Team betrifft hatte Nittel längst seine Entscheidung getroffen. Stephanie und Sandra Kürten sowie Stephanie Frühwirt wurden nominiert.
    C-Lizenz: ESG-Trainer Kürten und Assistent Martin Kreis rechnen für die kommende Saison mit Trainings-Unterstützung für die 1b-Mannschaft Sabine Kürten absolvierte in Baden-Baden den Prüfungs-Lehrgang Eishockey-Übungsleiterin.
    Unverwüstlich: Die Mannheimerin Corinna Pelant erwies sich als hart im Nehmen. Nach einem Zusammenstoß mit Esslingens Alexandra Schulz blieb die MERC-Verteidigerin liegen, rappelte sich aber wieder auf und spielte trotz einer leichten Gehirnerschütterung weiter. (Katja Köhler)

    Stuttgarter Zeitung 02.03.98
    Esslingen Meister - Mit einem 6:3-Sieg im Finale über Mannheim sicherten sich die "Pesky Kids" der ESG Esslingen zum vierten mal in Folge den Titel des Deutschen Meisters im Frauen-Eishockey.
    Kürten-Connection in Esslingen - der Erfolg der anderen Art - Pesky Kids sind zum fünften Mal Deutscher Meister im Frauen Eishockey - 6:3-Sieg im Finale gegen Mannheim (von Hagen Stegmüller)
    Der erste Kontakt kam 19947 bei einem Tunier in Paris zustande und sollte nicht ohne Folgen bleiben. Als sich Erich Kalmbach, der Manager des Frauen-Eishockey-Teams der ESG Esslingen, und Peter Kürten damals kurz nach Mitternacht handelseinig wurden, war der Bundesligist um einen Trainer, eine Betreuerin und drei Spielerinnen reicher. Kurz darauf fuhr im westfälischen Neuss der Möbelwagen vor und verfrachtete die fünfköpfige Familie Kürten samt Inventar ins schwäbische Wernau. Es war der Beginn einer neuen Ära im deutschen Frauen-Eishockey. Gestern wurde der erfolgreichen Zusammenarbeit ein weiteres Kapitel hinzugefügt: Im Finale um die Deutsche Meisterschaft bezwangen die Esslingerinnen den Gastgeber Mannheim mit 6:3 (3:2,2:0,1:1). Die Tore für die Pesky Kids erzielten Andrea Karrer, Steffi Frühwirt, Marlen Skiba, Diana Brucksch und Sandra Kürten (2). Es war der fünfte Titel der ESG insgesammt und der vierte in Folge. Denn nach besagtem Zusammtreffen im Jahr 1994 stand bei Deutschen Meisterschaften ohnehin nur noch ein Team ganz oben. Bereits 1995,1996 und 1997 ging der Titel an die Pesky Kids. Daß in Esslingen aber schon seit der ersten Deutschen Meisterschaft 1984 erfolgreich Eishockey gespielt wird ging im Kürten-Trubel ziemlich unter. Schlagzeilen heimsten die "Golden-Girls" Sabine, Steffi und Sandra Kürten ein, die im Esslinger Team alle wichtigen Positionen besetzen. Torhüterin ist die 19jährige Steffi. Schwester Sabine 20 ist als Verteidigerin nahezu pausenlos auf dem Eis und die 17jährige Sandra schoß Esslingen mit mehr als 60 Treffern zur Meisterschaft. Aus den Pesky Kids die Kürten Kids zu machen wäre freilich grundverkehrt. "Wir haben viel ausgeprägte Charaktere" sagt Spielführerin Sybille Rother. Und es ist ein wahrlich bunter Haufen, der da in Esslingen übers Eis jagt. Als die 34jährige Sybille Rother 1979 mit einigen eishockeybegeisterten Frauen im Esslinger Hirschmann-Eisstadion ihre erste Übungseinheit absolvierte - und dabei von herbeigeeilten Kollegen der Männermannschaft gnadenlos verspottet wurde - war die 15jährige Andrea Karrer noch gar nicht einmal auf der Welt. Und die Verteidigerin Helga Pfeiffer drückt ihr Baby der Oma in den Schoß, während sie gegen den Puck schlägt. Marlen Skiba war im sächsischen Weißwasser eine große Nummer im Eisschnellauf, ehe es sie nach Esslingen verschlug. Aus dem 200 Kilometer entfernten Zweibrücken kommt die 16jährige Diana Brucksch zu Training oder Spiel an den Neckar. Aus reiner Liebe zum Eishockey auch wenn manchmal die Fetzen fliegen. "Die Spielerinnen können wegen Lappalien fuchsteufelswild werden", sagt Manager Erich Kalmbach und Sybille Rother gibt zu: "Für Frauen ist es viel schwieriger miteinander auszukommen". Langweilig wird’s bei den Pesky Kids jedenfalls nie. Am Ende raufen wir uns aber doch wieder zusammen", meint die Spielführerin, die die Situation mit einem Trainer, der gelichzeitig Vater von drei Spielerinnen ist, als "zwiespältig"bezeichnet. "Peter Kürten ist sich aber im klaren, daß ich die Interessen der Mannschaft zu vertreten habe und dabei kein Blatt vor den Mund nehme." Nur zu gut weiß das Gründungsmitglied der Pesky Kids, daß den Mitspielerinnen die Reduzierung der Erfolge auf die Kürten-Connection gegen den Strich geht. Aber, betont Sybille Rother, "die drei Mädchen sind die letzten, die dafür etwas können". Und wenn am Ende gefeiert wird, gibt’s ohnehin keine Animositäten mehr.

    Esslinger Zeitung 03.03.98
    Die ESG Esslingen verfügt über ein homogenes Mannschaftgefüge - Dominierendes Team in Deutschland. (Von Katja Köhler)
    Esslingen - Fürwahr, die Pesky Kids haben sich selbst ein Denkmal gesetzt. Nach dem 6:3 Erfolg über den Mannheimer ERC holten sie zum vierten Mal in Folge - zum fünften Mal insgesamt - den Titel des deutschen Meisters. Das hat vor ihnen noch niemand geschafft. Die Vorherrschaft der ESG Esslingen im deutschen Frauen-Eishockey ist unbestritten. Den alten und neuen deutschen Meister reicht derzeit niemand das Wasser. Auch Herausforderer Mannheim nicht, der im Finale an der eigenen Nervosität einerseits und der Souveränität der Esslingerinnen andererseits scheiterte. ESG-Trainer Peter Kürten machte den Gegnern immerhin das Kompliment, daß sie "uns wie niemand zuvor unter Druck setzten". Die anhaltenden Erfolge der Esslinger Spielerinnen prechen für sich. Sie setzen die Maßstäbe in der Bundesliga und haben auf nationaler Ebene praktisch alles erreicht. Dieser Umstand macht auch einem Motivationskünstler wie Peter Kürten das Trainerleben nicht einfach: "Wir müssen immer darauf achten, unseren Standard zu halten, und dürfen nicht nachlassen".Leichte Siege und steter Erfolg machen nachlässig und überheblich. Davon blieben auch die Pesky Kids nicht verschont. In der Vorrunde verlor die ESG gegen den als leicht eingeschätzten Gegner OSC Berlin überraschend mit 1:3. "Das war zum richtigen Zeitpunkt", gibt Stürmerin Stephanie Frühwirt zu, "da sind dann alle wieder aufgewacht." Kritiker bemängeln fehlende Spannung und Attraktivität im Fraueneishockey. Das liegt nicht am Mangel an Talenten. Die deutsche Nationalmannschaft gilt als eines der hoffnungsvollstenen Teams, behauptet Bundestrainer Rainer Nittel. Aus Esslingen sind vier Spielerinnen für den nächsten Termin der Nationalmannschaft nominiert:Sabine, Steffi, und Sandra Kürten sowie Steffi Frühwirt werden vom 23. bis 25 März um die Qualifikation für die Weltmeisterschaft mitkämpfen. Die Problematik liegt nicht im mangelden Potential, sondern an den Umständen. Das Frauen-Eishockey wird in vielen Vereinen Stiefmütterlich behandelt, auch beim Deutschen Eishockey Bund (DEB) stieß Frauenpower lange Zeit auf wenig Gegenliebe. In den Clubs mangelt es häufig an Geld, Eiszeiten, Training und professioneller Führung. Einzelne Spielerinnen stehen im Vordergrund; darüber wird das Grundlagentraining vernachlässigt. Über die äußeren Bedingungen in Esslingen kann sich Peter Kürten nicht beklagen. "Wir haben gewonnen, weil bei uns alle an einem Strang ziehen und weil wir hart an der technisch-taktischen Ausbildung arbeiten", erklärt Peter Kürten das Geheimnis der Pesky Kids. Auch bei ihm stehen einzelne Spielerinnen - unter anderem die Töchter des Trainers - im Rampenlicht. Kürten weiß um die Problemantik dieser Konstellation."Es ist schwer gerecht und erfolgreich zugleich zu sein", hat er erkannt. In intensiven Trainingsstunden ist den "teuflischen Kindern" die Wandlung zu einem homogenen Team dennoch geglückt. Das war der Grundstein, auf dem sie sich am Sonntag ein kleines Denkmal gesetzt haben.

    Danke an Ray Guillard für die Berichte !

     Presse - Raum Rheinland-Pfalz 

    Sonntag Aktuell - 01.03.1998
    Die MERC-Damen auf Titelkurs - Den Mannheimerinnen winkt die vierte deutsche Eishockey-Meisterschaft
    MANNHEIM - Die Eishockey-Damen des Mannheimer ERC nehmen Kurs auf den Titel bei den 15. Deutschen Meisterschaften. Nach 1988, 1990 und 1992 kann die Mannschaft von Danilo Valenti heute die vierte Meisterschaft unter Dach und Fach bringen. Den Tabellenvierten OSC Berlin Schöneberg fegten die MERC-Damen vor rund 1000 Zuschauern mit 4:1 (1:0, 1:0, 2:1) vom Eis. Minuten nach der Partie glich der Mannheimer Friedrichspark einem Tollhaus. Überglücklich lagen sich die MERC-Spielerinnen in den Armen. "Wir standen vor heimischem Publikum unter enormen Druck. Die Nervosität wirkte sich auch auf das Spiel aus", bilanzierte Teamleiter Steffen Pfreundschuh. Heute treffen die Valenti-Schützlinge auf den Sieger der Partie ESC Esslingen - TuS Geretsried. Das Ergebnis stand bei Redaktionsschluss noch nicht fest. Großer Rückhalt der Mannheimerinnen war Goalie Nadine Spanihel, die vor allem im Mitteldrittel - als die Valenti-Truppe zweimal in Unterzahl spielte - die Führung verteidigte. Auffällig auch Stürmerin Anja Scheytt. Die Nationalspielerin markierte das 2:0, rackerte und erarbeitete sich etliche Torchancen. Nationalspielerin Natascha Schaffrik mußte aufgrund ihrer Verletzung, die sie sich am vergangenen Wochenende zuzog, passen. Mannheim war im ersten Drittel drückend überlegen, ging bereits nach zwei Minuten durch Kerstin Fischer mit 1:0 in Führung. Vorausgegangen war ein schönes Zusammenspiel von Verteidigerin Nicole Loth und MERC-Goalgetterin Maren Valenti. Der OSC wirkte anfangs im Angriff zu harmlos. Ein ähnliches Bild auch im zweiten Drittel. Mannheim agierte, Berlin reagierte. Anja Scheytt erhöhte nach Zuspiel von Coa Pelant in der 27. Minute auf 2:0. In der Folgezeit kam Berlin immer besser in die Gänge, erspielte sich die eine oder andere Chance. Eng wurde es im Schlußdrittel als der OSC durch Birgit Bandelow - von Anja Herzog in Szene gesetzt - in der 43. Minute auf 1:2 verkürzte. In der letzten Viertelstunde waren es aber erneut die Mannheimerinnen, die das Heft in der Hand hielten. Die beiden Nationalspielerinnen Maritta Becker (47. Minute) und Maren Valenti sorgten für den 4:1-Endstand. Das Spiel um Platz drei zwischen dem OSC Berlin-Schöneberg und dem Verlierer des zweiten Halbfinales steigt heute um 12 Uhr. Das Finale mit dem Mannheimer ERC findet um 15 Uhr statt. (Saskia Jeck)

    Die Rheinpfalz - 02.03.1998
    In Unterzahl untergegangen - DAMEN-EISHOCKEY: Mannheimer ERC unterliegt Esslingen im Endspiel (Von unserem Mitarbeiter Saskia Jeck)
    MANNHEIM. Aus der Traum vom vierten Titel bei den 15. Deutschen Frauen-Meisterschaften für die Eishockey-Damen des Mannheimer ERC! Zehn Jahre nach ihrem ersten Erfolg mußte sich die Mannschaft von Trainer Danilo Valenti gestern im heimischen Eisstadion im Friedrichspark mit Rang zwei begnügen. Vor rund 1000 Zuschauern unterlagen sie im Endspiel dem Titelverteidiger ESG Esslingen "Pesky Kids" mit 3:6 (2:3, 0:2, 1:1). Die Enttäuschung unter den Spielerinnen des Tabellenführers war riesengroß. "Wir hatten eigentlich fest mit dem Sieg gerechnet", meinte Nationalspielerin Anja Scheytt, die am Wochenende zu den herausragenden Akteurinnen zählte. "Es hätte jede der beiden Mannschaften gewinnen können. Wir hatten heute einfach den schlechteren Tag erwischt", so die Stürmerin weiter. Die Pesky Kids, die im Halbfinale den TuS Geretsried "Die Moskitos" vom Eis fegten, spielten im ersten Drittel abwartend, waren aber in den entscheidenen Situationen hellwach und einfach einen Tick abgeklärter als ihre Gegnerinnen. Größtes Manko der Mannheimerinnen: In Unterzahl kassierten sie drei von sechs Treffern. Als die MERC-Amazonen in der vierten Minute durch Anja Scheytt nach schöner Vorarbeit von Maritta Becker mit 1:0 in Führung gingen, war die Welt noch in Ordnung. Esslingens Doppelschlag nach 13 Minuten ließ die Mannheimerinnen zunächst eiskalt, beantworteten sie die Führung doch prompt mit dem Ausgleich. Eine Vorlage von Verteidigerin Ilona Holliday nutzte Maren Valenti in der 14. Minute zum 2:2. Das 2:3 zur Pause bauten die Gäste, gestern Bärenstark bei Kontern, im Mitteldrittel auf 2:5 aus. Zwar konnten die MERC-Cracks durch Maritta Becker im Schlußdrittel auf 3:5 verkürzen, doch zehn Minuten vor dem Ende machten die "Pesky Kids" mit dem 3:6 alles klar. Die Gäste machten in der Abwehr die Schotten dicht, ließen die Mannheimerinnen in der Schlußphase schier gegen eine Wand anrennen. Der Traum war ausgeträumt, Platz zwei ist dennoch ein Erfolg.
    Geretsried gewinnt "kleines Finale"
    Im Spiel um Platz drei setzte sich der TuS Geretsried mit 3:0 gegen den OSC Berlin Schöneberg, im Halbfinale "Opfer" des MERC ("Sonntag aktuell" informierte) durch. So spielten sie: - Mannheimer ERC: Spanihel - Schnetz, Pelant, Maier, Weber, Holliday, Fischer, Fougere, Spring, Obermann, Gelo, Weiss, Scheytt, Rach, Becker, Heitzmann, Schaffrik, Valenti. - Tore: 1:0 (Scheytt (4.), 1:1 Skiba (13.), 1:2 Kürtsch (13.), 2:2 Valenti (14.) 2:3 Sandra Kürten (19.), 2:4 Karrer (31.), 2:5 Frühwirt (35.), 3:5 Becker (42.), 3:6 Bruksch (49.) - Beste Spielerinnen: Spanihel, Scheytt, Valenti - Sabine Kürten, Sandra Kürten - Zuschauer: 1000 - Schiedsrichter: Klein (Bad Liebenzell).

    Danke an Frank Busse für die Berichte !


    Deutsche Damen-Meisterschaft 98 - Gesamtstatistik - Saison 1997/98
    
    
    
    Plazierungen                  Spiele  g   u   v    Tore   Punkte
    
    
    
     1) ESG Esslingen                 2   2   0   0    9:  4   4:  0
    
     2) Mannheimer ERC                2   1   0   1    7:  7   2:  2
    
     3) TuS Geretsried                2   1   0   1    4:  3   2:  2
    
     4) OSC Berlin Schöneberg         2   0   0   2    1:  7   0:  4
    
      Gesamt                            8   4   0   4   21: 21   8:  8  

     

 

Unabhängige Dameneishockey Infoseite : http://www.damen-eishockey.de
Kontakt: alexander maischein & http://alexander.maischein.de