DM 1997/1998 - Berichte I

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 Deutsche Meisterschaft 97/98 I |  Deutsche Meisterschaft 97/98 II |  DM 98 Spiele |  Letzte Änderung:  Saturday, 27-Apr-2002 15:29:28 CEST

    Vorberichte

    Quelle : Deutsches Damen-Eishockey : http://www.dameneishockey.com

    Gastgeber und Esslingen die Favoriten, Geretsried und Berlin-Schöneberg nur mit Außenseiterchancen

    Mit den letzten drei Begegnungen fand die erstmals ausgetragene Endrunde ihren Schlußpunkt. Mannheim kam über Geretsried zu einem 10:2-Kantersieg (je drei Tore Maren Valenti und Monika Spring), wobei Geretsrieds Leistung wohl in die Kategorie "Pokerspiel" einzuordnen ist. Der amtierende Meister Esslingen revanchierte gegen Berlin mit 8:0 (je drei Tore von Sabine und Sandra Kürten) und Planegg kam schließlich im letzten Endrundenspiel beim 7:2-Heimerfolg über Hannover zum ersten doppelten Punktgewinn. Obwohl die sechs Teams noch mal alle im Einsatz waren, hatten die Ergebnisse keinen Einfluß auf die Endplatzierungen und die Zusammensetzumg der Halbfinals. Dort treffen Mannheim und Berlin sowie Esslingen und Geretsried aufeinander. Diese entscheidenden Spiele der Saison finden bereits am Wochenende im Eisstadion des Mannheimer ERC statt. Der MERC bewarb sich um die Ausrichtung der Endspiele, weil der baden-württembergische Traditionsverein heuer in seinem sechzigsten Vereinsjahr steht und somit einen würdigen Rahmen hat. Es soll praktisch der Auftakt zu einer Reihe von Veranstaltungen zum 60jährigen Vereinsjubiläum sein. Für den optimalen Ablauf an den beiden Tagen zeigen sich der Mannschaftsleiter der MERC-Damen, Steffen Pfreundschuh, sowie der Geschäftsführer vom MERC, Klaus Stürmer, verantwortlich. Beide haben im Vorfeld die organisatorischen Geschicke in ihren Händen gehalten und hoffen nun natürlich auf guten Damen-Eishockey-Sport sowie ein zahlreiches Erscheinen der Zuschauer. Sehenswert ist das Damen-Eishockey gerade von den Spitzenteams allemal. Was ist nun sportlich zu erwarten ? Es wäre absolut keine Überraschung, wenn die Finalspiele den selben Ausgang wie die Endrunde nehmen. Ausrichter Mannheim und Titelverteidiger Esslingen gelten für die Halbfinales als mehr oder minder große Favoriten, aber in einem möglichen Endspiel beider Teams dürften nur Nuancen die Meisterfrage entscheiden. Mit der Favoritenrolle muß wohl der Herausforderer Mannheim leben. Es wird sich zeigen, ob die heimische Kulisse eher motivierend oder hemmend wirkt. Bayerns Topteam Geretsried kann durchaus eine Außenseiterchance eingeräumt werden, während Berlin mit dem Erreichen des Halbfinales sein Potential ausgeschöpft haben sollte. Auffallend: Alle am Finalturnier beteiligten Mannschaften haben die deutsche Meisterschaft bereits einmal gewonnen. Rekordsieger ist die ESG Esslingen, die bereits die Premiere 1984 mit der IGES Reutlingen in Gemeinschaft gewann und zuletzt einen Titel-Hattrick feierte. Gastgeber Mannheim siegte dreimal (1988, 1990 und 1992), der OSC Berlin-Schöneberg war 1991 erfolgreich und der TuS Geretsried 1994. (SK - Eishockey-News 25.02.98)

     


     

    Spielplan der Deutschen Meisterschaft der Damen
    am Samstag, den 28.02. und Sonntag, den 01.03.1998

     

     Halbfinale : Samstag, 28.02.1998 

     

    08:00 - 08:50 Uhr Training Mannheimer ERC - Spiel A
    09:00 - 09:50 Uhr Training OSC Berlin-Schöneberg - Spiel A
    10:00 - 10:50 Uhr Training ESG Esslingen - Spiel B
    11:00 - 12:30 Uhr Training Adler Mannheim
    12:40 - 13:30 Uhr Training TuS Geretsried - Spiel B
                14:00 Uhr Eröffnungsfeier
                15:00 Uhr Spiel A: Mannheimer ERC - OSC Berlin-Schöneberg   4:1
                18:00 Uhr Spiel B: ESG Esslingen - TuS Geretsried   3:1

     

     Finalspiele : Sonntag, 01.03.1998 

     

    12:00 Uhr OSC Berlin - TuS Geretsried   0:3
    15:00 Uhr Mannheimer ERC - ESG Esslingen   3:6
    17:30 Uhr SIEGEREHRUNG
    19:00 Uhr Abschlußbankett

     

    Deutscher Meister 1997/98

    ESG Esslingen

     


    Machen es die Damen den Adlern vor ? Eishockey: MERC fit für den Titel ?
    Interview mit Nationalspielerin Natascha Schaffrik - von Sibylle Dornseiff (Mannheimer MORGEN)

    Das wäre ein Clou für Mannheims Eishockey-Fans: Zuerst werden die MERC-Damen deutscher Meister, danach die Adler ! Die Spielerinnen können am Wochenende schon mal vorlegen, dann entscheidet sich der Titelkampf zwischen MERC, ESG Esslingen, TuS Geretsried und OSC Berlin-Schöneberg. Natascha Schaffrik, 88malige Nationalspielerin, und (mit Ausnahme der Saison 96/97) seit 1984 in "Diensten" des MERC, will mit Mannheim ihren dritten Titel holen und nimmt zu den Chancen Stellung.
    Mannheim geht als Nummer eins der Meisterrunde und Favorit in die Endrunde. Wie hoch schätzen Sie die Siegchancen ein ?
    N.Sch.: Sehr gut, denn wir sind eine geschlossene Mannschaft. Unser Vorteil gegenüber unserem Mitfavoriten Esslingen ist der, daß wir darüber hinaus über sehr viele gute Einzelspielerinnen verfügen, deren Level gleichhoch ist.
    Mannheim war 1988, 1990 und 1992 deutscher Meister, aber in den letzten Jahren lief es nicht mehr so gut. Essligen will den vierten Meistertitel in Folge holen. Wirkt das einschüchternd oder als Herausforderung ?
    N.Sch.: Wir sehen das als Herausforderung und Motivation. Wenn jemand dreimal hintereinander Meister wird, dann ist das schon etwas. Und so jemanden zu schlagen, das motiviert. Wir werden sehr stolz sein, wenn es uns gelingt.
    Gibt es noch jemanden, der in den Titelkampf eingreifen könnte ?
    N.Sch.: Alle vier Finalrundenteilnehmer können ganz oben stehen. Berlin hat zwar in der Vorrunde nicht so gut gespielt, um so besser aber in der Meisterrunde, darin sogar gegen Esslingen gewonnen. Ich denke, es wird eine sehr harte Meisterschaft.
    Wie sieht die MERC-Taktik aus ?
    N.Sch.: Wir werden uns vor allem auf eine gute Defensivarbeit stützen. Chancen vorne kommen immer. Aber in Defensive zu vernachlässigen, wäre tödlich.
    Bereitet die Favoritenrolle Druck ?
    N.Sch.: Etwas schon. Aber wir sehen das nicht verbissen, sind noch immer mit Spaß bei der Sache. Das hat auch das letzte Training am Mittwoch abend gezeigt. Es geht zwar am Wochenende um viel, aber eigentlich haben wir nichts zu verlieren, denn wir haben in den letzten Jahren ja nicht einmal das Finale erreicht. Aber wir wissen auch, was wir können. Das müssen und wollen wir nur noch beweisen.
    Was für eine Kulisse wünschen Sie sich ?
    N.Sch.: Ich hoffe sehr, daß so 1.000 oder 2.000 Zuschauer kommen. Toll wäre es, wenn darunter auch eingefleischte Adler-Fans sind, denn die sorgen immer für Super-Stimmung. Und es motiviert unwahrscheinlich, wenn viele jubeln und uns anfeuern. Außerdem bringt Esslingen immer eine ganz starke Fan-Gruppe mit. Und die würden wir gerne übertönen.
    Sie selbst sind verletzt. Wird Sie das sehr belasten ?
    N.Sch.: Ich habe eine Bänderdehnung in der Schulter. Eigentlich würde es einige Wochen dauern, bis die auskuriert ist. Aber es muß auch so gehen. Mein Physiotherapeut tut was er kann - und ich werde eben die Zähne zusammenbeißen.

     


    Grußworte zur Deutschen Meisterschaft

    Liebe Eishockey-Freunde, in diesem Jahr wir die Deutsche Meisterschaft von dem dreimaligen Deutschen Meister Mannheimer ERC ausgerichtet. Den ersten Titel errangen die Mannheimerinnen vor genau 10 Jahren bei der Deutschen Meisterschaft 1988 in Füssen und leiteten damit ihre bislang erfolgreichste Zeit ein. Von 1988 bis 1994 wurde sechsmal das Endspiel um die Deutsche Meisterschaft erreicht, gewonnen wurde es 1988, 1990 und 1992. Zu diesen drei Titeln kommen drei zweite Plätze (1989, 1993 und 1994) sowie ein dritter Platz. Danach konnten die ganz großen Erfolge nicht mehr erreicht werden, dreimal war das Viertelfinale Endstation, dreimal ging der Titel nach Esslingen. In dieser Saison scheinen die Mannheimerinnen jedoch zu alter Stärke zurückgefunden zu haben. Die Vorrunde der Bundesliga Nord wurde verlustpunktfrei mit 93:10 Toren absolviert, in der Endrunde mußten bisher lediglich zwei Punkte abgegeben werden. Einer dieser Punkte holte sich der große Rivale Esslingen, der die Vorrunde im Süden gleichermaßen dominiert hat. So scheint alles auf ein Finale des alten Meisters Mannheim gegen den amtierenden Meister aus Esslingen hinauszulaufen, wobei die anderen Mannschaften nicht unterschätzt werden dürfen, die den beiden Favoriten in der Bundesliga-Endrunde ja bereits Punkte abgenommen haben. Auf jedem Fall ist für Spannung gesorgt. In diesem Sinne wünsche ich den Zuschauern ein interessantes Turnier, den Organisatoren einen reibungslosen Verlauf und den Spielerinnen spannende und faire Spiele um die Deutsche Meisterschaft.
    (Deutscher Eishockey-Bund e.V. - Andreas Lauer - Damen-Beauftragter)

    Zum Finalturnier der Deutschen Meisterschaft im Dameneishockey vom 28. Februar bis 01. März 1998 begrüßen wir die teilnehmenden Mannschaften, Funktionäre, Betreuer und alle Fans auch im Namen des Gemeinderates sehr herzlich in Mannheim. Das Finale der Deutschen Meisterschaft im Dameneishockey findet 1998 zum ersten Mal in Mannheim statt und bildet den Auftakt zu einer Reihe von Veranstaltungen anläßlich des 60jährigen Bestehens des Mannheimer ERC. Für Mannheim und die Damen des MERC ist die Austragung der Deutschen Meisterschaft sicherlich die Krönung ihrer äußerst erfolgreichen Spielzeit. In dieser Saison können sich die MERC Damen bisher ohne Spielverlust als Tabellenführerinnen in der Bundesliga behaupten. Somit besteht die berechtigte Hoffnung, daß die weiblichen Cracks in diesem Jahr zum vierten Mal nach 1988, 1990 und 1992 den Meistertitel in die Quadratestadt holen. Wie erfolgreich der Mannheimer Eissport ist, zeigt sich ebenfalls bei den Adlern, die im Moment als Tabellenführer die DEL anführen und in der vergangenen Saison als Meister beendeten. Für die Stadt Mannheim ist die Durchführung des Finalturniers eine Bestätigung dafür, daß Mannheim als lebendige Sportstadt ideale Rahmenbedingungen für herausragende Sportveranstaltungen bietet. Den teilnehmenden Mannschaften sowie den Zuschauerinnen und Zuschauern wünschen wir spannende und faire Wettkämpfe und dem Organisator, den MERC Damen, einen guten Veranstaltungsverlauf. Wir würden uns freuen, wenn Aktive und Besucher über das eigentliche Sportgeschehen hinaus die Zeit fänden, Mannheim näher kennenzulernen und laden Sie gerne zum Wiederkommen ein. Mannheim, im Februar 1998
    (Gerhard Widder - Oberbürgermeister, Lothar Mark - Bürgermeister für Schule, Kultur und Sport)

 

Unabhängige Dameneishockey Infoseite : http://www.damen-eishockey.de
Kontakt: alexander maischein & http://alexander.maischein.de